oder

Speak Up (2017)

Ouvrir la voix

Dokumentarfilm: Amandine Gay lässt schwarze Frauen zu Wort kommen, die über ihre Leben in Frankreich und Belgien erzählen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Auch im 21. Jahrhundert sind Rassismus, Sexismus und Homophobie längst nicht überwunden, für zahlreiche Menschen gehören Diskriminierungserfahrungen nach wie vor zum Alltag. Wie schmerzhaft das ist und wie sie damit umgehen, das erzählen schwarze Frauen aus Belgien und Frankreich in Amandine Gays Dokumentarfilm. In Interviews berichten die Frauen aber nicht nur von den Vorurteilen, mit denen sie zu kämpfen haben, sondern auch davon, was sie stärkt und ihnen Kraft gibt. Dabei eröffnen sich nicht nur faszinierende Einblicke, Gays Film wirft zudem drängende Fragen auf, die uns alle betreffen.

Bildergalerie zum Film

Speak UpSpeak UpSpeak UpSpeak UpSpeak UpSpeak Up


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Speak up" nimmt kein Blatt vor den Mund: Über eine Laufzeit von zwei Stunden werden hier zahlreiche Themen angesprochen, von politischem Aktivismus über Sexualität und Religion bis hin zu Depressionen. Amandine Gays Dokumentarfilm dürfte damit so manchen Zuschauer ein wenig überfordern. Gerade wer sich bislang kaum mit schwarzem Aktivismus und schwarzer Geschichte auseinandergesetzt hat, dürfte den Erzählungen der zahlreichen Protagonistinnen mitunter nur schwer folgen können.

Die bis zum Abspann namenlos bleibenden Frauen teilen in Einzelinterviews ihre Erfahrungen, Gedanken und Inspirationen mit dem Publikum und bilden so einen stetigen Erzählfluss. Das ist mitreißend und animiert dazu, sich weiter mit den angesprochenen Themen zu beschäftigen.

"Speak up" muss also gar nicht alles erklären oder ausformulieren. Die Stärke von Gays Film besteht eher darin, dass er sich ganz auf seine Protagonistinnen einlässt und aufmerksam ihren Geschichten folgt. Oft sind nur die Gesichter der Frauen in Nahaufnahme zu sehen, Hintergründe bleiben verschwommen und Aufnahmen, die die Frauen außerhalb des Interviews zeigen, bleiben rar.

So verlässt sich "Speak up" meist ganz auf das gesprochene Wort und führt dabei immer wieder auch eindrücklich vor Augen, wie bedeutend die Sprache für die Identität ist. Dass Gay ihren Film völlig uneitel als Plattform für ihre Interviewpartnerinnen anbietet, zahlt sich aus, ihr ist eine gleichermaßen anregende wie herausfordernde Dokumentation gelungen.

Fazit: Amandine Gays Dokumentarfilm bietet einer Reihe von schwarzen Frauen eine Plattform, um über ihre Erfahrungen, Ideen und Inspirationen zu sprechen. "Speak up" könnte so manchen Zuschauer aufgrund seiner Länge und der Vielzahl an Themen überfordern, erweist sich zugleich aber als kostbarer Schatz aus Eindrücken und Perspektiven.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Speak Up

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Frankreich
Jahr: 2017
Genre: Dokumentation
Länge: 130 Minuten
Kinostart: 03.05.2018
Regie: Amandine Gay
Verleih: eksystent distribution filmverleih

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.