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Breakthrough - Zurück ins Leben
Breakthrough - Zurück ins Leben
© 20th Century Fox

Kritik: Breakthrough - Zurück ins Leben (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Das christliche Drama beruht auf einer wahren Begebenheit: Im Januar 2015 brach ein Teenager aus St. Louis in einem See ein und war für 15 Minuten unter Wasser. Der Junge galt als verloren und fiel in ein Koma, erwachte aus diesem jedoch wieder. Inszeniert wurde die 15-Millionen-Dollar-Produktion "Breakthrough" von der US-amerikanischen Schauspielerin, Produzentin und Filmemacherin Roxann Dawson. Bekannt wurde sie vor allem durch die TV-Serie "Star Trek: Voyager".

"Breakthrough" ist nichts weiter als ein optisch nett anzusehender, mit einigen bekannten Darstellern gedrehter Film auf TV-Niveau, der den Zuschauer zu bekehren versucht. Das Schlimmste an allem ist dabei noch nicht einmal die omnipräsente Mutter (aus deren Sicht wird die Geschichte erzählt), die weder an die Wissenschaft noch an die Fähigkeiten der Ärzte sondern einzig an ihren großen Herren da oben im Himmel glaubt. Und auch die vielen, ins Kitschige und Rührselige abdriftenden Gebetsszenen, in denen etwa Johns halbe Klasse seiner Rettung gedenkt oder die ganze christliche Gemeinde in der Kirche in tiefen, bedeutungsschwangeren Gebeten versinkt. Auch das wäre noch zu verschmerzen.

Das Ärgerlichste an "Breakthrough" ist die Tatsache, dass der Film dem Zuschauer keine anderen Ansichten und Meinungen als die der Hardliner-Christen zugesteht, da der Film fast ausschließlich von solch wenig tiefgründigen, unreflektierten Figuren bevölkert wird. Personen, für die einzig der Glaube im Leben zählt, für die Gott alles ist. Damit verkommt die Produktion zu einer Art christlichem Werbe-, ja fast schon Propagandafilm. Bekräftigt wird dies noch durch die unzähligen, phrasenhaften Dialogen und nichtssagenden One-Liner, die von unerschütterlichem Gottesglaube künden ("Bitte Gott, schick‘ den heiligen Geist um John zu retten" oder "Geben Sie ihr bestes für meinen Jungen – den Rest überlassen Sie Gott").

Fazit: Ultraverkitschter, peinlich rührseliger Werbefilm für den christlichen Glauben, der jegliche Figurentiefe, Komplexität und andere Sichtweisen vermissen lässt.




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