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Zuhause ist es am schönsten (2018)

A casa tutti bene

Tragikomödie: Das Zusammentreffen einer Familie führt dazu, dass diverse Konflikte hervorbrechen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Alba (Stefania Sandrelli) und Pietro (Ivano Marescotti) laden die gesamte Familie auf die Insel Ischia ein, um ihre Goldene Hochzeit zu feiern. Geplant ist eine Zeremonie in der Kirche, ein ausgiebiges Essen auf dem eigenen Anwesen sowie ein paar gemeinsame Stunden, ehe die Gäste mit der Fähre zurückfahren sollen.

Als die Wetterlage die Abreise der Leute verhindert, müssen alle bei Alba und Pietro sowie in einer nahe gelegenen Pension übernachten. Rasch kommt es zu etlichen Auseinandersetzungen. Ginevra (Carolina Crescentini), die zweite Ehefrau von Albas und Pietros Sohn Carlo (Pierfrancesco Favino), stört sich daran, dass auch Carlos Ex-Gattin Elettra (Valeria Solarino) anwesend ist. Carlos Bruder Paolo (Stefano Accorsi) findet indes Gefallen an seiner unglücklich verheirateten Cousine Isabella (Elena Cucci), während Sara (Sabrina Impacciatore) – die Schwester von Carlo und Paolo – von ihrem Mann Diego (Giampaolo Morelli) betrogen wird. Pietros Neffe Riccardo (Gianmarco Tognazzi) hofft derweil auf eine Lösung seiner finanziellen Probleme, da seine Freundin Luana (Giulia Michelini) schwanger ist.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

In "Zu Hause ist es am schönsten" widmet sich der international tätige Filmemacher Gabriele Muccino ("Ein letzter Kuss", "Das Streben nach Glück") einer italienischen Großfamilie. Die Geschichte beginnt in einem heiter-vergnüglichen Tonfall, wenn allmählich alle Angehörigen – Mütter und Väter, Töchter und Söhne, (Halb-)Geschwister, Enkelkinder, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen, Nichten und Neffen, Schwägerinnen und Schwäger, Verwandte ersten und zweiten Grades, ehemalige, aktuelle sowie potenzielle neue Lebenspartnerinnen und -partner – eingeführt werden und sich auf der malerischen Insel Ischia versammeln. Mit kleinen Spitzen, Andeutungen, Blicken und Gesten lässt Muccino, der das Skript zusammen mit Paolo Costella und Sabrina Impacciatore verfasst hat, im ersten Akt bereits erkennen, dass in dieser Sippe so manches im Argen liegt – von Eifersucht und Untreue über Geldsorgen bis hin zu den Leiden des Alters. Dennoch überwiegt zunächst die Leichtigkeit, die auch im gemeinschaftlichen Gesang ihren Ausdruck findet.

Als sich herausstellt, dass die Familie wetterbedingt länger beieinander sein wird als vorgesehen, blitzt das Komödiantische zwar weiterhin in herrlichen Momenten und kurzen Dialogzeilen auf ("Willst du mit essen gehen?" - "Die essen hier ständig!"); allerdings treten die zahlreichen Konflikte zwischen den Figuren durch die erzwungene Nähe alsbald eklatanter zutage und führen zu Szenen, die in ihrer Dramatik selbst Tennessee Williams in Schrecken versetzt hätten. Muccino und sein durchweg überzeugendes Ensemble lassen es zu, dass die handelnden Personen nicht immer sympathisch daherkommen – was den Film entschieden interessanter als viele Tragikomödien mit ähnlichem Thema macht, in denen es oft allzu klare Einteilungen in Gut und Böse gibt. Kaum eine Figur belügt sich oder ihr Umfeld hier nicht selbst; kaum ein Familienmitglied hadert nicht mit dem eigenen Schicksal. Am Ende der Erzählung stehen konsequenterweise keine einfachen Lösungen für sämtliche Probleme; es bleibt ambivalent und kompliziert.

"Zu Hause ist es am schönsten" ist eine eindrückliche Gruppenleistung. Gewiss fällt die Zeichnung der einzelnen Figuren eher stereotyp aus – das Gesamtbild ist jedoch faszinierend. Hinzu kommen die wunderbaren Aufnahmen der Landschaft von Kameramann Shane Hurlbut ("Into the Blue"), welche in gelungenem Kontrast zu der Hässlichkeit der vielen Vorwürfe, Anschuldigungen und Lügen stehen.

Fazit: Witzig und bitter, ehrlich und lebendig. Das Porträt einer Großfamilie ist gut geschrieben, gekonnt inszeniert und wird von der beachtlichen Schauspiel-Riege glaubhaft dargeboten.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Italien
Jahr: 2018
Genre: Drama, Komödie
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 02.08.2018
Regie: Gabriele Muccino
Darsteller: Stefano Accorsi, Carolina Crescentini, Elena Cucci
Verleih: Central Film, Wild Bunch

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Mit einem Budget von 7 Millionen Euro inszeniert Gabriele Muccino ZUHAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN, ein radikales Familienportrait in paradiesischen Farben. Der Italiener ist in Hollywood ein gefragter [...mehr] Regisseur. "The Pursuit of Happyness" ("Das Streben nach Glück", 2006) war für einen Oscar nominiert. Erst kürzlich zog es Gabriele Muccino in die Heimat zurück, wo er ein Riesen-Comeback mit einem Film feiert, der typisch italienisch ist: voller Lust auf Liebe, Leidenschaft und Seitensprüngen.

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