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Thilda & die beste Band der Welt (2018)

Los Bando

Coming-of-Age-Film: Vier Minderjährige begeben sich auf einen Roadtrip, um an einem musikalischen Wettbewerb teilzunehmen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Die Schüler Grim (Tage Johansen Hogness) und Aksel (Jakob Dyrud) sind beste Freunde. Seit sie acht Jahre alt sind, träumen sie davon, an der norwegischen Rockmeisterschaft in Tromsø teilzunehmen und dort den ersten Platz zu holen. Nun wurden sie angenommen, da Aksel ein Demotape eingereicht hat. Aksel weiß jedoch nicht, dass Grim die Aufnahmen stets bearbeitet, da Aksels Gesang ziemlich schlecht ist. Aksel hofft, mit der Teilnahme am Wettbewerb seinen Schwarm Linda (Amalie Nerum) für sich zu gewinnen, während sich Grim wünscht, dass seine ständig zerstrittenen Eltern (Stig Henrik Hoff und Ine F. Jansen) sich wieder näherkommen, wenn sie gemeinsam die Meisterschaft besuchen.

Um ihre Band Los Bando Immortale zu komplettieren, suchen die beiden Teenager per Casting-Aufruf nach einem Bassisten. Die einzige Person, die sich daraufhin meldet, ist die neunjährige Cellospielerin Thilda (Tiril Marie Høistad Berger). Der 17-jährige Martin (Jonas Hoff Oftebro) soll das Trio nach Tromsø fahren; Martin nutzt die Gelegenheit, um der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters Aslak (Nils Ole Oftebro) zu entkommen und leiht sich ungefragt den Van seines älteren Bruders Roger (Frank Kjosås), der mit dem Wagen eine Missionsreise starten wollte. Da Thilda ihren Eltern nichts von der Reise erzählt hat, sind bald nicht nur Aslak und Roger, sondern auch die Polizei hinter dem Quartett her.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit dem Roadmovie "Thilda & die beste Band der Welt" widmet sich der norwegische Regisseur Christian Lo ("Rafiki – Beste Freunde") abermals einer Geschichte um junge Menschen. Das Drehbuch von Arild Tryggestad erzählt von den Wünschen und Träumen eines Quartetts zwischen neun und 17 Jahren. Dabei spricht der Film ernste Themen an, hat jedoch insgesamt einen humorvollen Tonfall.

Das Skript und dessen Umsetzung begegnen den juvenilen Figuren mit sehr viel Sympathie. Die große Leidenschaft, die die Freunde Grim und Aksel für ihre Musik empfinden, wird schnell deutlich – und zugleich wird glaubhaft vermittelt, dass die Teenager mit ihrem Spiel auch gewisse Hoffnungen verbinden, sei es im amourösen Bereich (wie bei Aksel) oder in Bezug auf die dysfunktionale Familie (wie bei Grim). Ebenso interessant sind Thilda und Martin, die sich mit den beiden im "geborgten" Van nach Tromsø begeben, um dort bei der Rockmeisterschaft mitzumachen. Während Thilda von ihren Mitschülerinnen gehänselt wird und ihre viel beschäftigten Eltern kaum zu Gesicht bekommt, gilt Martin als "ein bisschen komisch" und leidet darunter, dass sein Vater bereits seine komplette Zukunft nach eigenen Vorstellungen geplant hat. Die vier Nachwuchstalente Tage Johansen Hogness, Jakob Dyrud, Tiril Marie Høistad Berger und Jonas Hoff Oftebro verkörpern ihre Rollen ganz wunderbar und harmonieren perfekt miteinander.

Die Inszenierung bietet zahlreiche schöne Momente, die sich mit der (entstehenden) Freundschaft zwischen den Hauptfiguren befassen. Hinzu kommen einnehmende Aufnahmen der skandinavischen Landschaft – und nicht zuletzt eine gute Portion Chaos und Action, wenn die Jugendlichen etwa einer Braut in Nöten helfen und anschließend auf deren Hochzeit auftreten oder wenn eine Verfolgungsjagd mit einem Polizisten stattfindet, in deren Verlauf sogar ein Hauch von Fantastik eingearbeitet wird.

Fazit: Ein rundum sympathisches Jugendabenteuer mit einem tollen Schauspiel-Quartett sowie einem gelungenen Mix aus Ernsthaftigkeit und Witz.




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Land: Norwegen
Jahr: 2018
Genre: Kinderfilm
Länge: 94 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 20.09.2018
Regie: Christian Lo
Darsteller: Vera Vitali, Jonas Hoff Oftebro, Stig Henrik Hoff
Verleih: farbfilm verleih

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