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Das stille Leuchten - Die Wiederentdeckung der Gegenwart (2018)

Das stille Leuchten

Dokumentarfilm: Die säkulare Achtsamkeitsmeditation soll unter anderem im schulischen Bereich der Reizüberflutung des Alltags entgegenwirken.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Da insbesondere junge Menschen einer immer größeren Fülle von Stressfaktoren ausgesetzt sind, wird zunehmend nach Wegen gesucht, mit diesen umzugehen. Die säkulare Achtsamkeitsmeditation bietet zahlreiche Methoden, um etwa die Empathie zu stärken und das Miteinander auch in Konfliktsituationen zu verbessern.

So hat etwa der französische Fußballverband die Komponenten "Bewusstheit" und "Selbsterkenntnis" in sein Ausbildungsprogramm aufgenommen. Auch in Deutschland und der Schweiz gibt es etliche Initiativen, die sich mit Achtsamkeit befassen – zum Beispiel die Schweizer Stiftung "Education 4 Peace" (mit ihrem Projekt "Master of your Emotions") oder das "Familycamp", wo Familien eine gewaltfreie Kommunikation lernen sollen.

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Der Dokumentarfilm "Das stille Leuchten – Die Wiedereroberung der Gegenwart" ist, wie die Regisseurin Anja Krug-Metzinger in einem Interview berichtet, das Ergebnis einer vierjährigen Recherche. Um sich dem Thema der säkularen Achtsamkeitsmeditation zu widmen, suchte Krug-Metzinger einige Institutionen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf und lässt in ihrem Werk sowohl die Personen, die entsprechende Methoden anbieten, als auch die Personen, die sie in Anspruch nehmen, zu Wort kommen.

Neben diesen Interview-Passagen setzt Krug-Metzinger vor allem auf die Beobachtung. So zeigt sie etwa Schulkinder der Elisabethenschule in Frankfurt am Main bei Übungen zur Lockerung, die von der Pädagogin und Autorin Vera Kaltwasser geleitet werden. Ebenso ist die Kamera dabei, wenn Kinder in einer Berliner Kita am "Happy Panda Project" teilnehmen – einem spielerischen Training, welches von der Molekularbiologin Cécile Cayla entwickelt wurde, um unter anderem die Konzentration, das Körpergefühl und die soziale sowie emotionale Intelligenz junger Menschen zu fördern. Indem der Film die unterschiedlichsten Techniken vorstellt, präsentiert er für Probleme wie physische und psychische Belastung keine ultimative Antwort; vielmehr wird die Vielfalt an Lösungsansätzen eingefangen.

Zu den interessantesten Szenen von "Das stille Leuchten" zählt zum einen der Einblick in einen Stresstest, der am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig durchgeführt wird. Wenn der Proband hier ein simuliertes Vorstellungsgespräch in denkbar unangenehmer Atmosphäre meistern soll und mit Rechenaufgaben konfrontiert wird, entsteht sogar beim Zuschauen ein Gefühl von Stress. Eindrücklich sind auch die Momente, in denen sich junge Frauen und Männer äußern, die ein Bildungs- und Entwicklungsjahr – genannt "Project Peace" – einlegen, das eine sechsmonatige "Unterwegs-Zeit" im Ausland einschließt.

Fazit: Eine dokumentarische Betrachtung diverser Praktiken der säkularen Achtsamkeitsmeditation, die uns in erster Linie einen erhellenden Über- und Einblick in die Strömung und deren Formen ermöglicht.




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Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Dokumentation
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 27.09.2018
Regie: Anja Krug-Metzinger
Verleih: Real Fiction

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