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Elliot, das kleinste Rentier
Elliot, das kleinste Rentier
© Splendid Film

Kritik: Elliot, das kleinste Rentier (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Elliot, das kleinste Rentier" ist erst der zweite Film, bei dem Jennifer Westcott Regie führte. Ihr Debüt gab sie 2012 mit der Komödie "Locked in a Garage Band". Davor realisierte sie den Kurzfilm "The Trailer Park Holiday". Für die englische Originalversion konnte Westcott namhafte Synchronsprecher gewinnen, darunter die Komikerin Samantha Bee sowie Jungstar Josh Hutcherson, dem 2012 mit "Die Tribute von Panem" der weltweite Durchbruch gelang. Jennifer Westcott beweist mit ihrem charmanten, vorweihnachtlichen Animationsspaß, dass es für lehrreiche und sympathische Familienunterhaltung nicht immer ein millionenschweres Budget braucht.

"Elliot, das kleinste Rentier" verfügt zwar nicht über die technische Brillanz und optische Finesse der Filme aus dem Hause Pixar und Dreamworks – punktet dafür aber mit einer warmherzigen Geschichte und liebenswürdigen tierischen Helden, die zusammen ein waghalsiges Abenteuer bestehen.

Toll ist zum einen das Zusammenspiel von Elliot und Hazel, die einander ganz wunderbar ergänzen. Auch wenn sie auf den ersten Blickt verschiedener nicht sein könnten: Elliot ist der emotionale, melancholische Himmelsstürmer und verträumte Romantiker, der fest an die Erfüllung seinen größten Wunsches glaubt. Hazel hingegen ist eher der rationale Typ und lässt auch schon mal einen gehässigen, derben Spruch los. Zusammen aber sind sie ein eingespieltes Team und der Wert von Freundschaft, Mut und Zusammenhalt wird im Miteinander der Beiden deutlich.

Der drohende Verlust der Heimat und das Bewältigen schier unlösbarer Aufgaben sind weitere Themen bzw. Inhalte des Films. Dass die beiden Handlungsstränge (der Wettbewerb am Nordpol und der drohende Ausverkauf der Farm) parallel erzählt werden ist eine gute Entscheidung, denn so vermeidet Westcott Langeweile und Langatmigkeit. All dies umschifft sie nicht zuletzt auch deshalb, da "Elliot, das kleinste Rentier" vor allem in der zweiten Filmhälfte die Actionschraube ordentlich anzieht: Die Szenen beim Wettbewerb zeigen waghalsige Verfolgungsjagden, spektakuläre Wettkämpfe und kühne Mutproben.

Fazit: Ebenso niedliche wie einfallsreiche Geschichte über einen tollkühnen, über sich hinaus wachsenden Helden, der sich wunderbar als Identifikationsfigur eignet und für turbulenten Spaß sorgt.




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