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Der kleine Spirou (2017)

Les aventures de Spirou et Fantasio

Abenteuerkomödie: Ein Junge soll die Familientradition fortsetzen und Hotelpage werden, hat jedoch selbst ganz andere Träume.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Spirou (Sacha Pinault) besucht mit seinen Freunden Vertignasse (Mahé Laridan), Cassius (Timothée Moffen) und Ponchelot (Gwendal Malguid-Salvatore) die Grundschule und schwärmt für seine Klassenkameradin Suzette (Lila Poulet). Seine Mutter (Natacha Régnier) und sein Großvater (Pierre Richard) gehen davon aus, dass er – wie alle Mitglieder der Familie – Hotelpage werden möchte, weshalb er im kommenden Jahr auf eine Schule geschickt werden soll, die ihn gezielt auf diese Karriere vorbereitet.

Der Heranwachsende findet allerdings die Vorstellung viel aufregender, als Abenteurer die Welt zu erkunden. Als seine Klassenlehrerin Mademoiselle Chiffre (Gwendolyn Gourvenec) darum bittet, einen Aufsatz über die eigenen Zukunftsvorstellungen zu verfassen, muss er den Plan seiner Familie überdenken. Obendrein sucht Spirou nach einem Weg, Suzette seine Gefühle zu zeigen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"Der kleine Spirou" von Nicolas Bary basiert auf der gleichnamigen frankobelgischen Comic-Serie von Tome und Janry (alias Philippe Vandevelde und Jean-Richard Geurts), welche wiederum im Jahre 1987 aus der Comic-Serie "Spirou und Fantasio" hervorging. Das Drehbuch, das Bary gemeinsam mit Laurent Turner verfasste, konzentriert sich auf den Konflikt des Titelhelden, sich zwischen Familientradition und eigenen Träumen entscheiden zu müssen.

In der Auseinandersetzung mit diesem Problem entstehen gelungene Szenen – etwa wenn Spirou feststellt, wie sehr er den für ihn vorgesehenen Berufsweg eines Hotelpagen als beengend und deshalb beängstigend empfindet. Die Botschaft, die hier vermittelt wird, ist zeitlos: Nur weil etwas seit Generationen ausgeübt wird, muss man diesem Pfad nicht zwangsläufig folgen, sondern sollte stets eigene Ideen entwickeln und seine Zukunft selbst gestalten dürfen. Schön ist auch die humorvolle Interaktion zwischen Spirou und dessen Clique sowie das Finale, in welchem Spirou seinen Schwarm Suzette mithilfe seiner Freunde auf eine imaginäre Weltreise in einem selbst gebastelten Gefährt einlädt. Hier wird die Kraft der Fantasie gefeiert, wenn mit Ventilatoren, Kunstregen und ähnlichen Mitteln ein Abenteuer simuliert wird, das schließlich in eine tatsächliche Verfolgungsjagd mündet.

Nebenfiguren wie der phlegmatische Sportlehrer Monsieur Mégot (François Damiens) oder die attraktive Klassenlehrerin Mademoiselle Chiffre (Gwendolyn Gourvenec) erhalten in einzelnen Momenten zwar die Möglichkeit, etwas mehr Charaktertiefe zu offenbaren, dienen allerdings auch für einige allzu platte, überholte Gags. Punkten kann die Realverfilmung indes neben Altstar Pierre Richard ("Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh", "Monsieur Pierre geht online") in der Rolle des Großvaters mit dem spielfreudigen Kinder-Ensemble, das seine Sache durchweg gut macht.

Fazit: Die Leinwand-Adaption der Comic-Serie widmet sich dem nachvollziehbaren Konflikt eines Schülers und liefert ein originell gestaltetes Finale.




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Land: Frankreich, Belgien
Jahr: 2017
Genre: Abenteuer
Länge: 86 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 15.11.2018
Regie: Alexandre Coffre
Darsteller: Thomas Soliveres als Spirou, Alex Lutz als Fantasio, Géraldine Nakache
Verleih: barnsteiner-film

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