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Anna und die Apocalypse
Anna und die Apocalypse
© Splendid Film © 24 Bilder

Kritik: Anna und die Apocalypse (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In seinem zweiten Langfilm "Anna und die Apokalypse" kombiniert Regisseur John McPhail ein tragikomisches High-School-Musical mit einem rabiaten Zombie-Splatter-Movie. Die in der schottischen Provinz zur Weihnachtszeit angesiedelte Geschichte basiert auf dem Kurzfilm "Zombie Musical", der im Jahre 2011 von Ryan McHenry in Szene gesetzt wurde; das Drehbuch des Remakes verfasste der inzwischen verstorbene McHenry zusammen mit Alan McDonald.

Die jugendlichen Figuren, die in ihrem Heimatort plötzlich gegen ein untotes Umfeld kämpfen müssen, werden von Ella Hunt und deren Co-Stars sehr charmant verkörpert; die teilweise poppigen, teilweise punkigen und stets schwungvollen Lieder werden witzig und mitreißend dargeboten – etwa wenn sich die ganze Truppe in der schulischen Cafeteria darüber auslässt, dass das echte Leben leider kein "Hollywood Ending" bereithält oder wenn Marli Siu als beste Freundin der titelgebenden Protagonistin einen überraschend anzüglichen Song über Santa Claus auf der High-School-Theaterbühne performt. Als musikalische Coming-of-Age-Tragikomödie funktioniert "Anna und die Apokalypse" daher perfekt – und auch als Endzeit-Weihnachtsfilm, in welchem sich das sympathische Personal mit dem drohenden Ende der Zivilisation konfrontiert sieht, ist die Genre-Mischung ein durchaus willkommenes Kontrastprogramm zu diversem Kino-, TV- und Streaming-Festtagskitsch.

Was dem Werk indes ohne Zweifel fehlt, sind der subversive Humor, durch den sich beispielsweise "Shaun of the Dead" (2004) auszeichnete, sowie die gesellschaftspolitische Dimension, die moderne Klassiker wie "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) oder "28 Days Later" (2002) der Zombie-Thematik verliehen. Was jedoch bleibt, ist ein mit erkennbarer Leidenschaft für Musik, Tanz und Horror präsentiertes Konglomerat, das sich zum Hit entwickeln könnte.

Fazit: Ein unterhaltsamer Mix aus eingängigen Songs, blutigen Horror-Actioneinlagen und festtäglichem Lokalkolorit. Die jungen Cast-Mitglieder spielen, singen und tanzen mit Hingabe.




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