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Kritik: Monster Hunter (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Computerspielverfilmung": Meistens ist das Attribut ein sicherer Hinweis darauf, die Finger tunlichst von betreffendem Werk zu lassen. Das Risiko birgt auch "Monster Hunter" von Paul W.S. Anderson, der ein weiteres Mal auf Inspiration aus der Gamingwelt zurückgreift. Dass die Vorlage nicht gerade Hochliteratur oder eine dramatische "reale Begebenheit" ist, merkt man an allen Ecken und Enden, denn recht simpel gestaltet sich die Dramaturgie, die nicht mehr ist als Mittel zum Zweck. Sinn macht "Monster Hunter" also definitiv keinen. Aber dafür eine Menge Spaß.

Das liegt zum einen am straighten no-bullshit-Zugang der Macher rund um Anderson, die wissen, was sie tun - vor Allem auf technischer Ebene - und die herrlich absurden Action-Szenen (Menschen kämpfen gegen gigantische Riesenmonster) exzellent umsetzen. Das Timing stimmt und diese Sequenzen sind einfach sehr unterhaltsam. Gerade zu Beginn spielt sich all das außerdem in einem bemerkenswerten Setting ab, einer weißen Sandwüste, was geradezu atemberaubende Bilder hervorbringt.

Erwähnenswert ist auch der Soundtrack des Österreichers Paul Haslinger, der auf untersteuerte Elektroklänge setzt, die sich überraschend gut in den Film einfügen und als "roter Faden" fungieren. Das größte Asset des Films bleibt aber eine groß aufspielende Milla Jovovich, die hier beweist, dass sie eine der großen Action-Heroinnen des US-Kinos ist, die einen ganzen Film auf ihren Schultern tragen kann. Mit coolen Sprüchen, gekonnten Kampfeinlagen und einfach ihrer Ausstrahlung ist sie das unbestrittene Zentrum dieses Films, von dem man sich keinen Realismus erwarten kann, auch keine Tiefgründigkeit, keinen "tieferen Sinn" und kein ausgefeiltes Storytelling, aber dafür jede Menge kurzweilige, gut gemachte Action. Und das ist heutzutage schon nicht nichts.

Fazit: Solide inszenierter, kurzweiliger und unterhaltsamer Monster-Action-Film, der wenig Sinn, aber dafür umso mehr Spaß macht. Protagonistin Milla Jovovich legt einen großen Auftritt als toughes, mutiges Alpha-Weibchen hin, das trotz Härte Sympathie und Attraktivität ausstrahlt.




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