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Anderswo. Allein in Afrika
Anderswo. Allein in Afrika
© barnsteiner-film © Avalia Studios

Anderswo. Allein in Afrika (2018)

Ein junger Mann hat seine Reise mit dem Fahrrad durch den afrikanischen Kontinent gefilmt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der 25-jährige Anselm Pahnke bricht zusammen mit zwei Freunden zu einer Fahrradreise durch Afrika auf. Sie starten in Südafrika, doch nach drei Monaten kehren die beiden Freunde nach Hause zurück. Anselm entschließt sich nach einigem Zögern, noch eine Weile weiterzufahren. Nach einem Monat fühlt er sich so einsam, dass er seinen Vater bittet, ihn in Namibia zu besuchen. Die gemeinsamen Tage richten ihn wieder auf und Anselm setzt seine Fahrradtour fort, in Richtung Ostafrika. Insgesamt wird er auf seiner 414 Tage dauernden Reise 15 afrikanische Länder besucht haben.

Er fährt asphaltierte und unbefestigte Landstraßen bergauf und bergab, durch menschenleere und bevölkerte Gegenden, durch trockene Landschaften, Savannen, an den Rand des Dschungels. Überall begrüßen ihn die Leute freundlich. Abends schlägt Anselm sein Zelt am Straßenrand auf. Ein Stück weit begleitet ihn ein Deutscher, später ein Brite. Anselm erkrankt an Malaria, danach bekommt er auch noch Typhus. Sobald er kann, setzt er sich jedoch wieder aufs Rad und fährt weiter. Das Alleinsein macht ihm nichts mehr aus.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Eine Strecke von 15.000 Kilometern hat der Deutsche Anselm Nathanael Pahnke auf dem afrikanischen Kontinent mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auf diesem abenteuerlichen Trip hat er sich selbst gefilmt. Das Ergebnis ist ein sehr gelungener, spannender Dokumentarfilm, der den Zuschauern die Vielfalt und Schönheit Afrikas näherbringt. Mit dem ungewohnten Alleinsein, den Strapazen, mit Wind und Wetter konfrontiert, entdeckt der unbeschwerte junge Mann die Freiheit des selbstbestimmten Reisens ganz intensiv.

Oft nimmt er sich und die Umgebung in voller Fahrt mit der Kamera auf. Winkende Fußgänger und Radfahrer lässt er hinter sich, wird selbst von Lastern überholt, die ihn in eine Staubwolke hüllen. Aber oft fährt er durch ganz einsame, imposante Landschaften, sieht Zebras, Giraffen, Elefanten, schlägt sein Zelt auf einem grünen Hochplateau auf oder im Sand, durch den Skorpione laufen. Zusätzlich zu seinem Voice-Over-Kommentar spricht er auch beim Radfahren in die Kamera und verrät, ob der Wind nervt, ob er müde ist oder glücklich. Immer wieder kommt er mit Menschen am Straßenrand, die ihn fröhlich grüßen, ins Gespräch. Dass diese Fahrt aber auch eine große sportliche Herausforderung darstellt, wird einem bewusst, wenn es wieder einmal wie so oft den Berg hinauf geht, bei brütender Hitze.

Anselm genießt das Erlebnis, in die Natur und die Atmosphäre des Kontinents einzutauchen. Das Abenteuer fordert seinen Preis, nämlich eine Malaria-Infektion. Der junge Mann aber gewinnt unterwegs, wie er selbst betont, so viel Selbstbewusstsein, dass er weiterreisen will. Wie sehr dieser unerschrockene, unternehmungslustige Radfahrer Afrika ins Herz geschlossen hat, merkt man seinem filmischen Bericht stets an. Dieser schildert, im Gegensatz zu manch anderen Reisedokus, ein Erlebnis mit Ausnahmecharakter und keine Ansammlung von Banalitäten. Er weckt Sympathien für Land und Leute jenseits von Ethnofolklore, Krisenszenarien oder Armutsklischees.

Fazit: Der Dokumentarfilm von Anselm Nathanael Pahnke lässt die Zuschauer in die abwechslungsreiche Schönheit der afrikanischen Landschaften eintauchen. Die Strapazen der 15.000 Kilometer langen Fahrt teilen sich eindrucksvoll mit, weil sich der Radfahrer in Aktion filmt, bei Wind und Wetter, auf bergigen oder sandigen Strecken. Die fröhliche Offenheit, mit der sich der Reisende auf Land und Leute einlässt, beeindruckt ebenso wie seine aufrichtige Art, über die Höhen und Tiefen dieser ganz besonderen Selbsterfahrung Auskunft zu geben.




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Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Dokumentation
Länge: 99 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 13.12.2018
Regie: Anselm Nathanael Pahnke
Darsteller: Anselm Nathanael Pahnke
Verleih: barnsteiner-film, Avalia Studios

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