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My Big Crazy Italian Wedding (2018)

Puoi baciare lo sposo

Italienische Komödie: Als ein junger Mann seinen Lebenspartner heiraten will, fordert dieser von ihm, dass er sich vor seinen Eltern zu ihrer Liebe bekennt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Die Italiener Antonio (Cristiano Caccamo) und Paolo (Salvatore Esposito) leben in Berlin und sind ein Paar. Paolo und seine Mutter (Rosaria D'Urso) haben keinen Kontakt mehr zueinander, seit er sich geoutet hat. Antonio hat seinen Eltern, die in einer Kleinstadt in Süditalien wohnen, bis heute nicht erzählt, dass er schwul ist. Als Antonio Paolo einen Heiratsantrag macht, nimmt Paolo diesen an – will jedoch, dass Antonio seine Familie einweiht.

Mit ihrer gemeinsamen Freundin und Mitbewohnerin Benedetta (Diana Del Bufalo) und dem neuen Untermieter Donato (Dino Abbrescia) begeben sich Antonio und Paolo in Antonios Heimatort, wo Antonios Vater Roberto (Diego Abatantuono) als Bürgermeister tätig ist. Antonios Mutter Anna (Monica Guerritore) akzeptiert das Coming-out ihres Sohnes, möchte aber, dass auch Paolos Mutter an der Trauung teilnimmt. Roberto hat indes Schwierigkeiten, sich über die geplante Hochzeit seines Sohnes zu freuen – zumal seine Gattin von ihm verlangt, dass er selbst die beiden kraft seines Amtes verheiraten soll.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Mit "My Big Crazy Italian Wedding" legt der 1973 geborene Alessandro Genovesi eine Komödie vor, die sich den Themen Familie und Toleranz widmet. Das Drehbuch, das Genovesi zusammen mit Giovanni Bognetti verfasst hat, schildert auf Basis eines Theaterstücks von Anthony J. Wilkinson die Geschichte zweier Männer aus Italien, die als Liebespaar in Berlin wohnen, sich vor ihrer Hochzeit jedoch mit ihren konservativen Familienmitgliedern in der Heimat auseinandersetzen müssen.

Das Werk beginnt als Boy-meets-boy-Story mit einer schön gestalteten Montagesequenz, die das Kennenlernen in einem Café sowie die Entwicklung der Beziehung von Antonio und Paolo im Schnelldurchlauf zeigt – aus der Sicht von Paolo und mit der Erzählerstimme von Antonio. Im weiteren Verlauf fängt er die Reise des Paares in Antonios sizilianisches Heimatstädtchen ein und behandelt die Konflikte, die sich an dem streng katholischen Ort ergeben. So ist etwa Antonios Vater Roberto in seiner Funktion als Bürgermeister zwar überaus liberal, aber weit weniger offen in seinem Denken, wenn es um den eigenen Sohn geht. Während der Film in der Darstellung dieser Doppelmoral eine gewisse Spannung erzeugt, geraten einige Nebenstränge etwas zu albern und oberflächlich – zum Beispiel die Auftritte der eifersüchtigen Ex-Freundin von Antonio oder die Gags um den neuen Untermieter der beiden Männer, der von seiner Gattin beim Tragen von Frauenkleidern ertappt wurde und nun nicht allein sein möchte. Gelegentlich driftet das Geschehen zu sehr ins Klischeehafte ab; nicht immer treffen das Skript und die Inszenierung den richtigen Ton.

Überzeugen kann "My Big Crazy Italian Wedding" hingegen mit den Aufnahmen der süditalienischen Kleinstadt, die hoch auf einem Berg liegt, sowie mit der Chemie zwischen Salvatore Esposito (bekannt aus der Serie "Gomorrha") und Cristiano Caccamo als Paar.

Fazit: Eine Familienkomödie über Liberalität und Liebe mit guten Hauptdarstellern, aber einigen Albernheit und schwachen Nebenfiguren.




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Land: Italien
Jahr: 2018
Genre: Komödie
Länge: 90 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 24.01.2019
Regie: Alessandro Genovesi
Darsteller: Monica Guerritore, Salvatore Esposito, Cristiano Caccamo
Verleih: Alpha Centauri Studios

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