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My Big Crazy Italian Wedding
My Big Crazy Italian Wedding
© Alpha Centauri Studios

Kritik: My Big Crazy Italian Wedding (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "My Big Crazy Italian Wedding" legt der 1973 geborene Alessandro Genovesi eine Komödie vor, die sich den Themen Familie und Toleranz widmet. Das Drehbuch, das Genovesi zusammen mit Giovanni Bognetti verfasst hat, schildert auf Basis eines Theaterstücks von Anthony J. Wilkinson die Geschichte zweier Männer aus Italien, die als Liebespaar in Berlin wohnen, sich vor ihrer Hochzeit jedoch mit ihren konservativen Familienmitgliedern in der Heimat auseinandersetzen müssen.

Das Werk beginnt als Boy-meets-boy-Story mit einer schön gestalteten Montagesequenz, die das Kennenlernen in einem Café sowie die Entwicklung der Beziehung von Antonio und Paolo im Schnelldurchlauf zeigt – aus der Sicht von Paolo und mit der Erzählerstimme von Antonio. Im weiteren Verlauf fängt er die Reise des Paares in Antonios sizilianisches Heimatstädtchen ein und behandelt die Konflikte, die sich an dem streng katholischen Ort ergeben. So ist etwa Antonios Vater Roberto in seiner Funktion als Bürgermeister zwar überaus liberal, aber weit weniger offen in seinem Denken, wenn es um den eigenen Sohn geht. Während der Film in der Darstellung dieser Doppelmoral eine gewisse Spannung erzeugt, geraten einige Nebenstränge etwas zu albern und oberflächlich – zum Beispiel die Auftritte der eifersüchtigen Ex-Freundin von Antonio oder die Gags um den neuen Untermieter der beiden Männer, der von seiner Gattin beim Tragen von Frauenkleidern ertappt wurde und nun nicht allein sein möchte. Gelegentlich driftet das Geschehen zu sehr ins Klischeehafte ab; nicht immer treffen das Skript und die Inszenierung den richtigen Ton.

Überzeugen kann "My Big Crazy Italian Wedding" hingegen mit den Aufnahmen der süditalienischen Kleinstadt, die hoch auf einem Berg liegt, sowie mit der Chemie zwischen Salvatore Esposito (bekannt aus der Serie "Gomorrha") und Cristiano Caccamo als Paar.

Fazit: Eine Familienkomödie über Liberalität und Liebe mit guten Hauptdarstellern, aber einigen Albernheit und schwachen Nebenfiguren.




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