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Un café sans musique c'est rare à Paris (2018)

Voyages

Drama: Eine Frau wird in der französischen Hauptstadt mit diversen Lebensentwürfen konfrontiert.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Anna (Jana Klein) kommt in Paris an und verbringt die Nacht in einem Hotel. Am nächsten Morgen ist nach dem Duschen ihr komplettes Gepäck verschwunden. In der Stadt begegnet sie später dem deutschen Paar Lotte (Jutta Wernicke) und Walter (Rainer Sievert), das angeblich auf sie gewartet hat. Anna folgt den beiden, verliert sie dann aber wieder aus den Augen. In einer Bar trifft sie wiederum auf Eric (Pierre Mignard), der sie zu sich einlädt.

Am folgenden Tag scheint es so, als führten Anna und Eric bereits seit längerer Zeit eine Beziehung – und als hätten sie eine gemeinsame Tochter. Anna holt die kleine Marie (Nirina Sievert) von der Schule ab, geht mit ihr durch den Park und wird dort zu ihrer Überraschung von einem Paar (Laurent Gauriat und Claudie Decultis) zum Kaffee erwartet. Als es schon dunkel ist, bringt Anna Marie nach Hause – zu einer Frau (Valérie Moinet), die offenbar Maries tatsächliche Mutter ist. Später trifft Anna eine ältere Dame (Liliane Rovère) – und muss sich die Frage stellen, wer sie eigentlich ist.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit der deutsch-französischen Koproduktion "Un café sans musique c'est rare à Paris" (aka "Voyages") legt Johanna Pauline Maier ("Die Schwärmer") eine filmische Reflexion über Identität vor. Das Drehbuch, das sie zusammen mit Peter Jung geschrieben hat, und dessen Umsetzung sind ganz der Traumlogik verpflichtet; immer wieder kommt es zu Wendungen, durch welche die von Jana Klein verkörperte Protagonistin Anna in einem völlig neuen Licht erscheint.

Das Werk erzählt von der Suche nach sich selbst – und findet dabei originelle Wege, um uns sowie die Heldin der Geschichte wiederholt zu irritieren. Anna wird in Paris mit Menschen konfrontiert, die behaupten, sie zu kennen, und sie gerät in Lebensentwürfe und Beziehungen hinein, von denen sie gar nicht weiß, ob es wirklich ihre eigenen sind. Auch die Bilder, die Maier und ihre Kamerafrau Sarah Blum wählen, sind bemerkenswert: Die französische Metropole wirkt oft ungewöhnlich still und verlassen; alles in diesem Film hat die Anmutung eines Rätsels. Manche Szenen sind zwar um eine Spur zu ungelenk gespielt; insgesamt gelingt es aber, dass wir Annas verwirrende Reise mit Interesse verfolgen.

Die 1974 in Köln geborene Jana Klein verleiht der unnahbaren Anna etwas Melancholisches; wir staunen mit ihr über die seltsamen Entwicklungen und die mysteriöse Atmosphäre der Orte, an die sich Anna im Laufe der Handlung begibt.

Fazit: Ein unkonventionelles kinematografisches Spiel mit Identität(en), angesiedelt in einem gespenstisch anmutenden Paris.




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Land: Deutschland, Frankreich
Jahr: 2018
Genre: Drama
Länge: 109 Minuten
Kinostart: 18.07.2019
Regie: Johanna Pauline Maier
Darsteller: Liliane Rovere, Jana Klein, Pierre Mignard
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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