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Der Funktionär
Der Funktionär
© Salzgeber & Co. Medien GmbH

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Der Funktionär (2018)

In seinem Dokumentarfilm setzt sich Andreas Goldstein mit seinem verstorbenen Vater Klaus Gysi und der untergegangenen DDR auseinander.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Der 1912 geborene Klaus Gysi trat mit 15 Jahren dem Kommunistischen Jugendverband bei, nachdem er gesehen hatte, wie ein Arbeiter auf einer Demonstration von der Polizei erschossen wurde. Die letzten fünf Jahre des Zweiten Weltkriegs verbrachte er als Halbjude in Berlin in der Illegalität, immer in Lebensgefahr. In der SED machte er zunächst Karriere, doch 1950 begann die Einheitspartei der DDR gegen ihn zu ermitteln – wieso die Gestapo keine Akte über ihn hatte, wieso er nicht zur Wehrmacht eingezogen worden war. Erst nach Stalins Tod hörte das auf.

Gysi bekam einen neuen Posten als Leiter des Aufbau-Verlags und wurde 1966 Kulturminister. Der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht hatte ihn beauftragt, ein Konzept für die Kulturpolitik zu erarbeiten, das Gysi aber nie erstellte. 1973 wurde er als Botschafter nach Rom geschickt. In seiner letzten Funktion vor der Entlassung aus dem Dienst 1988 war er Staatssekretär für Kirchenfragen. Gysi starb 1999. Er hatte sieben Kinder von drei Frauen. Sein Sohn Gregor, der Politiker der Partei Die Linke, wird in diesem Film nicht erwähnt. Hier setzt sich der 1964 geborene Filmemacher Andreas Goldstein mit seinem Vater und den zerplatzten Träumen vom sozialistischen Staat auseinander.

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Der Filmemacher Andreas Goldstein ("Adam & Evelyn") erinnert sich noch gut an die Zeit unmittelbar vor dem Mauerfall. "Dass der eigene Staat verschwinden wird, dachten wir nicht, wir kannten keinen anderen", sagt er in Voice-Over. Sein Vater Klaus Gysi hatte die Familie schon verlassen, als er 1973 DDR-Botschafter in Rom wurde. Für den Sohn symbolisiert er den Weg der Partei in eine Sackgasse [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Dokumentation
Länge: 71 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 11.04.2019
Regie: Andreas Goldstein
Verleih: Salzgeber & Co. Medien GmbH

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