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Jonathan (2018)

Science-Fiction-Drama: Der Körper eines jungen Mannes wird von Zwillingsbrüdern bewohnt – was bald zu Konflikten führt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Der junge Jonathan (Ansel Elgort) arbeitet Teilzeit in einem Architekturbüro und scheint ein geregeltes Leben zu führen. Dass er trotz seines Potenzials keine Vollzeitstelle annehmen kann, erklärt er seinem Arbeitgeber damit, dass er sich um seinen Bruder kümmern müsse. Dabei verschweigt er jedoch die Tatsache, dass er und sein Zwillingsbruder John sich beide im selben Körper befinden und schichtweise das Bewusstsein wechseln: Jonathans Schicht geht von 7 bis 19 Uhr, Johns Schicht von 19 bis 7 Uhr. Die Ärztin Mina Nariman (Patricia Clarkson) betreut die Brüder seit vielen Jahren.

Als Jonathan befürchtet, dass John ihm in den Videonachrichten, die sie sich gegenseitig hinterlassen, nicht die ganze Wahrheit sagt, engagiert er den Privatdetektiv Ross Craine (Matt Bomer). So erfährt er, dass John eine Freundin hat: Elena (Suki Waterhouse). Bald lernt Jonathan die junge Frau kennen – und entwickelt ebenfalls Gefühle für sie.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Jonathan" ist das Langfilmdebüt von Bill Oliver; gemeinsam mit Gregory Davis und Peter Nickowitz hat er das Skript geschrieben – und liefert ein Drama mit reizvoller Science-Fiction-Prämisse. Die Geschichte um ein Brüderpaar, das denselben Körper bewohnt und in unterschiedlichen Schichten bei Bewusstsein ist, wird von Oliver angenehm unaufgeregt und konzentriert in Szene gesetzt. Das Werk lässt sich Zeit, um den Alltag der Titelfigur nachvollziehbar zu schildern; wir erleben (fast) alles aus der Perspektive des Bruders, der tagsüber aktiv ist, während wir den anderen, nachtaktiven Bruder hauptsächlich in den Videonachrichten sehen, über die das Duo miteinander kommuniziert.

Als eine Frau ins Spiel kommt, entsteht ein äußerst ungewöhnlicher Dreieckskonflikt; überdies müssen beide Brüder mit den Einschränkungen kämpfen, die ihre Lage mit sich bringt. Durch die überwiegend ruhige Erzählweise wird eine latente Spannung aufrechterhalten; stets befürchtet man, dass plötzlich etwas Katastrophales geschehen könnte. Sowohl die Bilder von Kameramann Zach Kuperstein als auch die Montage und die Musikuntermalung muten überaus stilsicher an.

Die Nebenrollen sind in "Jonathan" etwa mit Patricia Clarkson ("The Party"), Suki Waterhouse ("The Bad Batch") und Matt Bomer ("Magic Mike") gut besetzt – dennoch lebt der Film ganz von seinem Hauptdarsteller Ansel Elgort ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter", "Baby Driver"). Dieser spielt den zurückhaltenden, bedacht handelnden Jonathan mit dem nötigen Feingefühl – und demonstriert seine darstellerische Vielseitigkeit, indem er Jonathans Zwillingsbruder John ebenso glaubwürdig als Draufgänger verkörpert.

Fazit: Ein Brüderdrama mit interessanten Science-Fiction-Elementen, das mit einer rundum überzeugenden Doppel-Performance von Ansel Elgort aufwartet.




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Land: USA
Jahr: 2018
Genre: Drama, Science Fiction
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 23.05.2019
Regie: Bill Oliver
Darsteller: Ansel Elgort als Jonathan / John, Suki Waterhouse als Elena, Patricia Clarkson als Dr. Mina Nariman
Verleih: Kinostar

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