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Mirai - Mädchen aus der Zukunft (2018)

Mirai - Mirai no Mirai

Japanischer Anime-Film über einen kleinen Jungen, der eine Schwester bekommt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Die Welt des vierjährigen Kun ist in Ordnung, bis zu dem Tag, als die Mutter mit einem Baby auf dem Arm nach Hause kommt. Plötzlich gelingt es ihm kaum noch, die Eltern auf sich aufmerksam zu machen. Die Mutter hat nur noch Augen für das Baby und reagiert ungehalten, wenn er es stört. Der Vater, der sich selbstständig gemacht hat, kümmert sich um den Haushalt und die Kinder, während die Mutter wieder zur Arbeit geht. Die Eltern kommen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und Kun erreicht mit seinen Trotzreaktionen nicht viel.

Eines weiß der Junge nun: Er mag seine kleine Schwester nicht! Als er schmollend in den Garten geht, begegnet er Yukku, der eigentlich der Hund der Familie ist, aber nun als junger Mann vor ihm steht und ihm sagt, wie eifersüchtig er war, als Kun geboren wurde. Ein andermal begegnet er seiner Schwester Mirai, die schon eine Teenagerin ist und ihn bittet, ihr zu helfen.

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Mirai - Das Mädchen aus der ZukunftMirai - Das Mädchen aus der ZukunftMirai - Das Mädchen aus der ZukunftMirai - Das Mädchen aus der ZukunftMirai - Das Mädchen aus der ZukunftMirai - Das Mädchen aus der Zukunft


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Der japanische Anime-Film des Regisseurs Mamoru Hosoda ("Der Junge und das Biest") erzählt aus der Perspektive eines kleinen Jungen, welches Drama es für ein Kind bedeutet, wenn ein Geschwisterchen ins Haus kommt. Auf einmal wird es vom Thron des Einzelkinds gestoßen. Es soll nun warten, zurückstehen, vernünftig sein, Rücksicht auf das Baby nehmen, die elterliche Bewältigung der neuen Aufgaben nicht sabotieren. In seiner Krise helfen Kun neue Bekannte, denen er im Hausgarten in fantasierten Abenteuern begegnet. Es handelt sich um Verwandte aus der Vergangenheit und der Zukunft, die ihm zeigen, dass sie Ähnliches wie er erlebt haben und die seinen Horizont erweitern. Der ansprechend und ideenreich gestaltete Film bekam 2019 eine Oscarnominierung als Bester Animationsfilm.

Ausführlich und schonungslos schildert Hosoda die Doppelbelastung der Eltern, die Beruf und den Haushalt mit zwei kleinen Kindern zu stemmen versuchen. Die Mutter wirkt Kun gegenüber ein wenig kühl, sie ignoriert seine wütenden Rufe entweder oder schimpft ihn, weil er nicht aufräumt. Der Vater, der mit den Kindern allein ist, als die Mutter auf Dienstreise geht, erträgt Kuns Proteste und Ärger geduldig. Mit diesem Mann, der sich so sehr abstrampelt und vor Müdigkeit einmal einfach einnickt, fühlt man als Zuschauer problemlos mit. Kun wird ebenfalls einfühlsam gezeichnet. Wenn er allerdings beim Schreien und Wüten einen erschreckend großen Mund bekommt, sieht er gar nicht mehr niedlich aus, sondern wie von einem Erwachsenen karikiert.

Die Fantasiegestalten in Kuns Abenteuer im Familiengarten lassen erst recht über die filmische Perspektive rätseln. Die Schwester Mirai als großes Mädchen, die eigene Mutter als aufmüpfige kleine Spielgefährtin für Kun, der Urgroßvater als junger Mann, der den Jungen zum Reiten und Motorradfahren mitnimmt, sind zum Teil von aufgeschnappten Bemerkungen oder Fotografien aus dem Familienalbum inspiriert. Doch sie sind auch der lenkenden Absicht eines Erwachsenen, der dem Kind das erklärt, was die Eltern allenfalls anreißen, entsprungen. Die Animationen, wenn Kun mit Mirai durch die Lüfte fliegt oder in der Bahnhofshalle von Tokio strandet, wirken jedoch sehr gelungen in ihrer anschaulichen Art, die Ideenvielfalt auszudrücken und zu bändigen.

Fazit: Der Animationsfilm von Mamoru Hosoda erzählt anschaulich und drastisch vom Eifersuchtsdrama eines Kindes, das ein erstes Geschwisterchen bekommt. Der vierjährige Kun wird in seinem Kummer von Fantasie-Gefährten begleitet und getröstet, die ihn mit der Geschichte und Zukunft der eigenen Familie vertraut machen. Die erzählerische Perspektive folgt meistens dem Kind, hat aber auch pädagogische Züge und zugleich viel Verständnis für die geplagten Eltern, die Beruf, Haushalt und Familienleben irgendwie unter einen Hut zu bekommen versuchen. Mit seinem Ideenreichtum, seinem emotionalen Ernst und der ansprechenden Gestaltung bietet der oscarnominierte Film gehaltvolle Kinounterhaltung.






FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: wertvollIn diesem liebevoll und fantasiereich gestalteten Anime wird von einem Familienproblem erzählt, das wohl überall auf der Erde ganz ähnlich auftritt: Ein kleiner Junge wird als erstes Kind mit Liebe überschüttet, bis er eine kleine Schwester bekommt [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Japan
Jahr: 2018
Genre: Animation
Länge: 98 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 30.05.2019
Regie: Mamoru Hosoda
Darsteller: Rebecca Hall, John Cho, Daniel Dae Kim

Awards - Oscar 2019Weitere Infos

  • Bester Animationsfilm

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