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Kritik: 2 Gisht Mjaltë - Eine albanische Geschichte (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die albanische Produktion "2 Gisht Mjaltë" des türkischen Regisseurs Emir Khalilzadeh ("Adam Mısın!") schildert nach einem Drehbuch von Ermal Mamaqi (der auch die männliche Hauptrolle verkörpert) das Kennenlernen, die Hochzeit sowie die turbulenten Flitterwochen eines jungen Paares aus Tirana. Dabei schreckt der Film nicht vor zahlreichen Albereien zurück, profitiert jedoch von der Spielfreude des zentralen Leinwand-Duos sowie von der souveränen Inszenierung von Khalilzadeh, der neben Spielfilmen und TV-Serien auch schon etliche Musikvideos umgesetzt hat.

Die sich schnell entwickelnde Liebe zwischen Ervin und Ema geht mit vielen Slapstick-Momenten einher. Nicht immer vermögen die Gags zu zünden; oft wirkt das Geschehen deutlich zu überdreht – insbesondere in der Interaktion mit den Eltern oder in den Begegnungen mit skurrilen Fremden im Laufe des Roadtrips, den das Paar statt einer Honeymoon-Reise in die Karibik letztlich unternimmt. Seine Stärken entfaltet "2 Gisht Mjaltë" vor allem dann, wenn er sich ganz auf Ervin und Ema konzentriert und wenn er mit den Konventionen des Liebesfilm-Genres spielt – etwa wenn immer wieder verhindert wird, dass Ervin und Ema sich sexuell näherkommen.

Der 1982 geborene Fernseh-Comedian und -Moderator Ermal Mamaqi und die 1987 geborene Sängerin Elvana Gjata sind in ihrer Heimat große Stars und trugen durch ihre Mitwirkung gewiss maßgeblich dazu bei, dass "2 Gisht Mjaltë" in Albanien und im Kosovo zu einem immensen Publikumserfolg wurde. Beide werfen sich hier mit Hingabe in die chaotischsten Situationen und schaffen es dadurch, uns auch in den weniger gelungenen Szenen des Werks zu amüsieren.

Fazit: Eine solide in Szene gesetzte RomCom, die trotz einiger Albernheiten durch ihre gut aufgelegten Stars unterhält.




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