VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Apollo 11 - Die wahre Geschichte der ersten Mondlandung
Apollo 11 - Die wahre Geschichte der ersten Mondlandung

Kritik: Apollo 11 - Die wahre Geschichte der ersten Mondlandung (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Es ist kaum zu glauben, dass es über die erste bemannte Mondlandung im Juli 1969 immer noch Neues zu zeigen und zu berichten gibt. Aber der Regisseur Todd Douglas Miller stieß auf bisher unveröffentlichtes 70-mm-Filmmaterial über die Weltraummission Apollo 11 und bekam auch Zugang zu vielen originalen Audioaufnahmen der Weltraumbehörde NASA. Sein Dokumentarfilm, der 50 Jahre nach der Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin ins Kino kommt, schildert die Mission nur anhand des digitalisierten, restaurierten Archivmaterials, ohne Kommentare und Interviewpartner. So erleben die Zuschauer das atemberaubende Abenteuer der Expedition zum Mond unmittelbar mit. Es beginnt wenige Stunden vor dem Start der Rakete in Florida am 16. Juli 1969, als die Astronauten angekleidet werden.

Neil Armstrong, Edwin ‘Buzz‘ Aldrin und Michael Collins werden zum Raumschiff gefahren, wo Techniker noch mit der Reparatur eines kleinen Wasserstofflecks beschäftigt sind. In der Umgebung haben sich Tausende Amerikaner versammelt, die den Start mit eigenen Augen sehen werden. Der Flug ist in verschiedene Phasen gegliedert und die damit verbundenen Manöver werden in kurzen, animierten Grafiken skizziert: das Verlassen der Erdumlaufbahn, das An- und Abkoppeln von Modulen. Bald kommt der aus dem Raumschiff gefilmte Blaue Planet in Sicht. Das Raumschiff tritt am vierten Tag in die Umlaufbahn des Mondes ein. Fortan kommt oft, in Schwarzweiß, aus schräger Perspektive, die von Kratern übersäte Oberfläche des Mondes ins Bild.

Natürlich wird am fünften Tag auch der ganze Landevorgang gezeigt mitsamt Amstrongs legendärem Ausspruch, "The Eagle has landed". The Eagle war der Name der Mondlandefähre. Leider kommt das gewagte handgesteuerte Landemanöver, zu dem sich Armstrong in letzter Minute wegen der ungünstigen Lage entschloss, nicht besonders gut zur Geltung. Die Dialoge mit dem Kontrollzentrum auf der Erde sind auch nur schwer zu verstehen, weil die an sich ja aufregende, stimmungsvolle Filmmusik von Matt Morton mit ihnen konkurriert. Aber mit ihren unzähligen interessanten Details und ihrer intensiven Atmosphäre lässt diese Dokumentation die Apollo-11-Mission auf unvergleichliche Weise wieder lebendig werden.

Fazit: Mit vielen bislang unveröffentlichten Filmaufnahmen der NASA und unter Verzicht auf Interviews und Kommentare ermöglicht dieser ungemein spannende Dokumentarfilm seinem Publikum, die Reise der ersten drei Astronauten zum Mond im Jahr 1969 hautnah mitzuerleben. Der Regisseur Todd Douglas Miller hat die digital restaurierten Aufnahmen zu einer Chronik der Weltraummission montiert, die wenige Stunden vor dem Raketenstart am 16. Juli beginnt und erst nach der Begrüßung der Rückkehrer aus dem All endet. Man hört und sieht die Ereignisse nicht nur aus der Perspektive der Astronauten im All, sondern bekommt auch Einblicke in die Arbeit der Kommandozentrale der NASA und erlebt die Freude der Zaungäste beim Start in Florida mit.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.