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The Woman in the Window (2019)

Thriller: Eine Frau, die an Agoraphobie leidet, wird Zeugin eines Gewaltverbrechens – aber niemand glaubt ihr.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Die Kinderpsychologin Anna Fox (Amy Adams) wohnt in Manhattan und kann seit einiger Zeit aufgrund einer psychischen Erkrankung ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie lebt getrennt von ihrem Mann Ed (Anthony Mackie) und der gemeinsamen Tochter Olivia (Mariah Bozeman), mit denen sie nur telefonisch kommuniziert. Zu ihren wenigen Kontaktpersonen gehören ihr Mieter David (Wyatt Russell) im Souterrain und ihr Therapeut Dr. Landy (Tracy Letts), der sie mit Medikamenten versorgt.

Anna beobachtet neugierig ihre Nachbarschaft. Als dort die Familie Russell aus Boston einzieht, lernt sie bald den 15-jährigen Sohn Ethan (Fred Hechinger) kennen. Kurze Zeit später taucht auch dessen Mutter Jane (Julianne Moore) bei ihr auf. In der Nacht glaubt Anna, deren Ermordung durch den jähzornigen Ehemann Alistair (Gary Oldman) gesehen zu haben. Doch ihre Aussage wird von allen Seiten angezweifelt.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse1 / 5

Mit "The Woman in the Window" liefert der in London geborene Regisseur Joe Wright ("Die dunkelste Stunde") eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von A.J. Finn. Das Skript stammt von Tracy Letts, der neben seiner erfolgreichen Arbeit fürs Theater auch im Filmbusiness schon positiv als Schauspieler und Autor aufgefallen ist. Die Produktionsgeschichte des Werks ist durchwachsen – so kam es nach schlechten Testvorführungen zu Nachdrehs; dennoch ließ nicht zuletzt die hervorragende Besetzung um Amy Adams, Gary Oldman, Jennifer Jason Leigh, Julianne Moore und Anthony Mackie auf hochwertige Hollywood-Unterhaltung hoffen.

Diese Hoffnung wird allerdings in jeder Hinsicht enttäuscht. Adams lässt (wie üblich) volles Engagement erkennen, kann damit aber nicht kaschieren, dass ihre Rolle absolut mangelhaft gezeichnet ist und in eine nicht selten unfreiwillig komische Inszenierung geworfen wird, die sich weder für die Agoraphobie der Protagonistin Anna noch für deren traumatische Ursachen ernsthaft interessiert. "The Woman in the Window" könnte ein spannender Film über Trauer, über seelische Störungen oder über das Phänomen Gaslighting (eine Form von psychischer Gewalt) sein oder wenigstens eine gelungene Variation des Hitchcock-Klassikers "Das Fenster zum Hof" (1954) – aber er ist schlichtweg nichts davon. Für eine halbwegs glaubhafte Auseinandersetzung mit den genannten Themen fehlt dem Mix aus Drama und Thriller jegliches Feingefühl; für ein Spiel mit filmhistorischen Motiven lässt er – anders als etwa Brian De Palmas "Der Tod kommt zweimal" (1984) oder Robert Zemeckis' "Schatten der Wahrheit" (2000) – die Raffinesse vermissen.

So schafft es Wright weder ein Werk mit Tiefgang noch einen überzeugenden Genre-Beitrag vorzulegen. Der Film möchte (vermutlich) Hitchcock-Thrill bieten, landet indes eher auf dem Niveau eines Mystery-Heftchenromans aus dem Bastei-Verlag oder eines gescheiterten B-Movies wie "Ich weiß, wer mich getötet hat" (2007). Leider fällt das Ganze noch nicht einmal in die Kategorie "So schlecht, dass es schon wieder gut ist", da die Talentverschwendung allzu ärgerlich ist: Das Ensemble schwankt zwischen Overacting (Oldman, Moore) und Unterforderung (Leigh, Mackie) – und auch der Score von Danny Elfman mutet wie eine missglückte Parodie auf spannungserzeugende Musik an.

Fazit: Auf jede nur erdenkliche Weise ist dieser Film eine Enttäuschung. Die Stars wirken verloren, die Geschichte ist abstrus und oberflächlich erzählt und die Inszenierung meilenweit von Hitchcock entfernt.




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Land: USA
Jahr: 2019
Genre: Drama, Krimi
Kinostart: Unbekannt
Regie: Joe Wright
Darsteller: Amy Adams als Anna Fox, Jennifer Jason Leigh als Jane Russell, Gary Oldman als Alistair Russell
Verleih: 20th Century Fox

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