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TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine
TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine
© Constantin Film

Kritik: TKKG (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Nach "Ein Fall für TKKG – Drachenauge" (1992) und "TKKG: Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine" (2006) handelt es sich bei "TKKG" um den bislang dritten Kinofilm über die beliebten Jungdetektive. Über 200 Hörspielfolgen existieren bereits von TKKG, die sich Rolf Kalmuczak Ende der siebziger Jahre ausdachte. Mit fast 15 Millionen verkauften Büchern gehört TKKG zu den erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchreihen aller Zeiten.

Mit dem neuesten TKKG-Kinofilm sollte es Regisseur Robert Thalheim ("Westwind") problemlos gelingen, eine neue, junge Generation für die schräge Detektivbande zu begeistern. Denn Thalheim liefert hier einerseits einen schlüssig erzählten und mit allerlei Dialogwitz garnierten Neustart der Reihe, der keinerlei Vorkenntnisse und TKKG-Erfahrung auf Seiten des Zuschauers voraussetzt. Andererseits präsentiert er genau das, was Kinobesucher im fortgeschrittenen Kindes- und im Teenie-Alter zwischen acht und 14 Jahren von einem unterhaltsamen, temporeichen Krimi erwarten.

Und das sind neben kindgerechter Spannung vor allem abwechslungsreiche, allerdings nicht zu überzogene Action-Einlagen und - gemäßigte - Kampfszenen, kühne Abenteuerlust auf Seiten der Hauptfiguren sowie großartige Slapstick-Momente, bei denen vor allem die Bösewichte alles andere als gut aussehen. Lobenswert ist, dass Thalheim seinen Film außerdem mit vielen liebenswürdigen Verweisen auf einige legendäre Hörspielfolgen und Bücher garniert. So werden zum Beispiel Erinnerungen an den zweiten Band überhaupt, "Der blinde Hellseher" aus dem Jahr 1979 wach.

Und wenn im Film plötzlich maskierte Kung-Fu-Kämpfer auftauchen, denkt man zwangsläufig an das Kult-Hörspiel "Todesgruß vom Gelben Drachen" aus den späten Achtzigern. Dies alles sorgt dafür, dass sich "TKKG" nicht nur für junge Zuschauer, sondern eben auch für altgediente, etwas in die Jahre gekommene Fans der Reihe eignet, für die der Kinobesuch ein nostalgischer Trip in die eigene Kindheit werden dürfte.

Fazit: Sympathische, mit unverbrauchten Darstellern und viel Witz ausgestattete Neuinterpretation eines unvergänglichen Klassikers.




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