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Schwimmen (2018)

Drama: Die Freundschaft zwischen zwei Schülerinnen geht mit einem folgenreichen Racheplan einher.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Nachdem sich ihre Eltern getrennt haben, muss Elisa (Stephanie Amarell) mit ihrer Mutter (Alexandra Finder) in eine Mietwohnung in Neukölln ziehen. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Mutter und Tochter. Mit einer Videokamera ihres Vaters filmt Elisa ihr Umfeld. In der Schule ist sie eine Außenseiterin. Da sie oft ohnmächtig wird, machen sich viele über sie lustig.

Während einer solchen Ohnmacht schießt eine kleine Gruppe in der Schuldusche Handyfotos von Elisa. Die neue Mitschülerin Anthea (Lisa Vicari) geht dazwischen – und so entsteht zwischen den beiden rasch eine enge Freundschaft. Anthea verfolgt das Ziel, eine Schauspielkarriere zu starten und es ihrem älteren Bruder Pierre (Jonathan Berlin) gleichzutun. Mit ihrer Videokamera und ihrem Handy soll Elisa Aufnahmen für ein Demoband machen. Außerdem bringt Anthea Elisa dazu, sich an den Leuten, die für die Fotos in der Schuldusche verantwortlich sind, zu rächen, indem sie diese in ebenso unangenehmen Momenten filmt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die 1989 geborene Regisseurin und Drehbuchautorin Luzie Loose widmet sich in ihrem Langfilmdebüt "Schwimmen" der besonderen Bedeutung von Freundschaft im Jugendalter. Die adoleszenten Protagonistinnen Elisa und Anthea geben sich gegenseitig Halt im Kampf gegen ignorante Eltern und mobbende Gleichaltrige – und zugleich werden auch die düsteren Seiten einer derart engen Bindung präzise erfasst.

Mit ihrer Kamerafrau Anne Bolick findet Loose äußerst treffende Bilder, um die emotionale Konfusion ihrer Heldinnen spürbar zu machen. Überdies werden die (Handy-)Videoaufnahmen und die sozialen Medien stimmig in das visuelle Konzept des Films integriert. Mit den hervorragenden Hauptdarstellerinnen Stephanie Amarell ("Der namenlose Tag") und Lisa Vicari ("Luna") wird "Schwimmen" zu einer glaubhaften Coming-of-Age-Erzählung, die sowohl den tiefen Schmerz als auch die Augenblicke des unbeschwerten, gemeinsam erlebten Glücks im Prozess des Erwachsenwerdens nachvollziehbar macht.

In der Gestaltung des Nebenpersonals bleibt der Film indes zu unscharf. Auch dass er etliche Konfliktthemen – etwa Drogensucht oder Bulimie – nur anreißt, statt sich näher mit diesen auseinanderzusetzen, lässt zuweilen einen recht unausgegorenen Eindruck entstehen. Insgesamt überwiegt bei der Sichtung von "Schwimmen" aber das Einnehmende und Faszinierende.

Fazit: Eine einfühlsame Betrachtung jugendlicher Empfindungen mit einem großartigen Schauspielerinnen-Duo im Zentrum.




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Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Drama
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 12.09.2019
Regie: Luzie Loose
Darsteller: Stephanie Amarell, Jonathan Berlin, Alexandra Finder
Verleih: UCM.One

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