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Das Vorspiel
Das Vorspiel
© 24 Bilder © Port au Prince Pictures GmbH

Das Vorspiel (2019)

Drama: Das Leben einer Geigenlehrerin gerät aus den Fugen, als sie sich in die Ausbildung eines neuen Schülers hineinsteigert.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Anna Bronsky (Nina Hoss) lebt mit ihrem aus Frankreich stammenden Ehemann Philippe (Simon Abkarian) und dem gemeinsamen Sohn Jonas (Serafin Mishiev) in guten Verhältnissen. Sie ist als Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium tätig und setzt sich dort für die Aufnahme des talentierten, schüchternen Alexander (Ilja Monti) ein. Während sie den Jugendlichen auf die Zwischenprüfung vorbereitet, verliert sie mehr und mehr die Bindung zu Jonas, der ebenfalls am Gymnasium musiziert.

Als sie bei einem Bühnenauftritt mit einem Quintett, zu dem auch ihr Geliebter Christian (Jens Albinus) gehört, ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, geht sie in den Übungsstunden mit Alexander noch strenger vor – bis dieser dem Unterricht fernbleibt. Am Tag der Zwischenprüfung geraten die Dinge endgültig außer Kontrolle.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit der deutsch-französischen Koproduktion "Das Vorspiel" legt die als Schauspielerin bekannte Ina Weisse nach dem Familiendrama "Der Architekt" (2008) ihren zweiten Langfilm als Regisseurin vor. Das Drehbuch, das sie abermals zusammen mit Daphne Charizani verfasst hat, besticht (erneut) durch eine facettenreiche Schilderung zwischenmenschlicher, insbesondere familiärer Dynamiken sowie durch eine feine Milieubetrachtung. Mit ihrer versierten Kamerafrau Judith Kaufmann und ihrem durchweg starken Ensemble setzt Weisse den Stoff spannungsvoll um.

Im Zentrum des Geschehens steht die von Nina Hoss wunderbar sperrig interpretierte Musikerin und Geigenlehrerin Anna Bronsky, die sowohl an sich selbst als auch an ihr Umfeld stets sehr hohe Ansprüche stellt. Dies führt beim Unterricht des jungen Talents Alexander zu einer an Besessenheit grenzenden Verbissenheit, die in einer hervorragend gespielten und filmisch eingefangenen Sequenz ihren Höhepunkt erreicht. Zudem zeigt das Werk glaubhaft, wie eine Konkurrenzsituation zwischen Alexander und Annas Sohn Jonas entsteht.

Hoss, die für ihre Verkörperung beim Internationalen Filmfestival von San Sebastián mit der Goldenen Muschel prämiert wurde, lässt uns Annas Leidenschaft für die Musik, aber auch die gefährliche Destruktivität der Figur spüren. An der Seite der Hauptdarstellerin glänzen etwa Jens Albinus als Geliebter von Anna und die zuverlässig gute Sophie Rois als Kollegin. Überaus beeindruckend sind nicht zuletzt die Leistungen der Nachwuchskünstler Ilja Monti (als Alexander) und Serafin Mishiev (als Jonas) sowie von der tollen Ruth Bickelhaupt ("Dicke Mädchen") in einer Mini-Rolle als Annas Tante.

Fazit: Eine klug beobachtete Familien- und Milieustudie mit ambivalentem Personal, großartig verkörpert von Nina Hoss und den übrigen Cast-Mitgliedern.




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Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Drama
Länge: 99 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 23.01.2020
Regie: Ina Weisse
Darsteller: Nina Hoss als Anna Bronsky, Simon Abkarian als Philippe, Jens Albinus als Christian
Verleih: 24 Bilder, Port au Prince Pictures GmbH

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