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Snorri & der Baby-Schwimmclub (2019)

DIVE: Rituals in Water

Beachtliche Babys: isländischer Dokumentarfilm über einen Schwimmlehrer, der in seinen Kursen Außergewöhnliches aus den ganz Kleinen herauskitzelt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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Snorri Magnússon steht tagtäglich im Wasser, stundenlang, mal mit Menschen mit geistiger Behinderung, meist mit Säuglingen und deren Eltern. Der Isländer hat in den 1990ern einen Baby-Schwimmclub gegründet und seither mit mehr als 7000 Kleinkindern in seinen Kursen geplanscht. Mit außergewöhnlichen Methoden und viel Rhythmus und selbst gesungenen Liedern beweist er regelmäßig, wozu Babys alles in der Lage sein können.

Die Regisseurinnen Elín Hansdóttir, Anna Rún Tryggvadóttir und Hanna Björk haben Snorri Magnússon mit der Kamera begleitet und ihm bei seiner Arbeit über die Schulter geblickt. Sie haben Snorris Zwillingsbruder, seine zwei Zwillingstöchter und die Mütter und Väter aus seinen Kursen interviewt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Obwohl sich dieser Dokumentarfilm um etwas völlig Alltägliches dreht, reibt sich das Publikum mehr als einmal verwundert die Augen. Was der Schwimmlehrer Snorri Magnússon mit den Kleinkindern in seinem Kurs vollführt, sieht auf den ersten Blick waghalsig, ja geradezu halsbrecherisch aus. Eine Art Wasserballett mit Babys, rhythmische Sportgymnastik im kühlen Nass. Beispielsweise balanciert er die Babys auf einer Hand, weit über seinen Kopf gereckt. Und diese stehen mühelos auf Snorris Hand, was sie in ihrem Alter eigentlich noch gar nicht können dürften.

Manche Eltern sind damit anfangs überfordert. In Interviews, die die drei Regisseurinnen Elín Hansdóttir, Anna Rún Tryggvadóttir und Hanna Björk Valsdóttir zwischen die spielfilmreifen Aufnahmen der Hallenbäder montieren, erzählen die Paare von ihrer Skepsis und von der ihrer eigenen Eltern. Auch Snorri kann sich vor Bergsteinn Björgúlfsson ruhiger Kamera noch gut an viele fragende Gesichter und hochgezogene Augenbrauen erinnern, als er mit seinem Baby-Schwimmclub begonnen hat. Ja selbst Experten, die im Film zu Wort kommen, sind immer wieder von Snorris Arbeit und seinen Ergebnissen verblüfft.

Den drei Filmemacherinnen ist ein unaufgeregtes Porträt eines liebenswerten, leidenschaftlichen und dabei stets zurückhaltenden Mannes geglückt, für den das Kindeswohl an erster Stelle steht. Dass er kein Baby zu etwas nötigt, wozu es keine Lust hat, zeigt diese Doku ebenso eindrucksvoll wie den Spaß, den die Kinder in Snorris Kurs haben. Dieser verblüffende Mann zeigt mit verblüffenden Methoden, wozu Babys alles fähig sind – und das schon viel früher, als selbst die gängige Schulmeinung lange Zeit glaubte. Ein spannender Ansatz in einem wichtigen Alter, in dem sich die motorischen Fähigkeiten eines Menschen entscheidend ausbilden.

Fazit: "Snorri & der Baby-Schwimmclub" ist das verblüffende Porträt eines verblüffenden Mannes und seiner verblüffenden Methoden. Ein quirliger Spaß im kühlen Nass. Ein Dokumentarfilm, der wie sein Protagonist Liebe, Lebensfreude und Empathie verströmt.




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Land: Island
Jahr: 2019
Genre: Dokumentation
Länge: 73 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 28.11.2019
Regie: Elín Hansdóttir, Anna Rún Tryggvadóttir, Hanna Björk Valsdóttir
Darsteller: Snorri Magnússon
Verleih: mindjazz pictures

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