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Kritik: Datsche (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In ihrem ersten Spielfilm "Datsche" hat die englische Regisseurin und Drehbuchautorin Lara Hewitt, die von 2012 bis 2017 in Berlin lebte, ihre eigenen Erfahrungen mit den strikten Regeln in einer Kleingartensiedlung verarbeitet. Sie kombiniert den satirischen Blick auf deutsche Spießigkeit mit einer Geschichte über eine bunte Truppe, die in einer geerbten Datsche in Potsdam aufeinandertrifft.

Im Zentrum steht der US-Amerikaner Valentine, der von Zack Segel mit einem stets etwas desorientiert-verschlafenen Ausdruck gespielt wird. Flankiert wird der Protagonist zum einen von drei Gästen – einem Argentinier, einer (vermeintlichen) Griechin und einem Deutschen aus Bayern –, und zum anderen von dem äthiopischen Geflüchteten Adam. Während das chaotische Trio eher karikaturesk-überdreht angelegt ist, verleiht der von Kunle Kuforiji verkörperte Adam dem Film an einigen Stellen die nötige Tiefe. So erzählt "Datsche" nicht zuletzt von Solidarität und vom Miteinander im Kampf gegen Kleinkariertheit, Vorurteile und Hass. Die Momente, in denen Valentine und Adam miteinander interagieren und in denen sich die Gruppe etwa bei der gemeinsamen Gartenarbeit näherkommt, zählen zu den Stärken des Werks; in manchen Passagen wirken die Inszenierung, die Dialoge und das Spiel des Ensembles indes zu albern und driften allzu sehr ins Burleske ab.

Hewitt und ihr Kameramann Stephan Bookas finden derweil ansprechende Bilder, um den Reiz eines Zufluchtsortes wie der titelgebenden Datsche einzufangen; auch die musikalische Untermalung ist gelungen.

Fazit: Eine komödiantische Betrachtung des Lebens in einer deutschen Kleingartensiedlung und über die Kraft der Verbundenheit. Zuweilen zu überzeichnet, aber durchaus sympathisch.




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