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Die Wache (2018)

Au Poste

Krimi-Komödie: Ein Verhör auf dem Polizeirevier nimmt einen höchst unerwarteten Verlauf.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Louis Fugain (Grégoire Ludig) hat vor seinem Haus eine Leiche vorgefunden und die Polizei verständigt. Nun wird er von Kommissar Buron (Benoît Poelvoorde) auf der Wache in einem Büro verhört – und muss dabei Fragen beantworten, die die Vermutung nahelegen, dass Buron ihn für den Tatverdächtigen hält.

Als Buron für kurze Zeit den Raum verlässt, kommt es zu einer Konfrontation zwischen Fugain und Burons Assistenten Philippe (Marc Fraize), die mit einem bizarren Unfall und dem Tod von Philippe endet. Der verzweifelte Fugain verstaut Philippes Leiche kurzerhand in einem Schrank und hofft, das Revier bald verlassen zu können. Doch als Buron zurückkehrt, hat der Polizist noch viele weitere Fragen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der französische Musiker und Filmemacher Quentin Dupieux – auch unter seinem Pseudonym Mr. Oizo und durch den Song "Flat Beat" sowie das zugehörige Flat-Eric-Video bekannt – hat bereits mit seinem unkonventionellen Splatter-Movie "Rubber" über einen via Telekinese mordenden Autoreifen oder mit der skurrilen Dognapping-Geschichte "Wrong" bewiesen, dass er virtuos mit Absurdität spielen kann. Seine neue Arbeit "Die Wache" folgt abermals einer Traum(un-)logik, in der es keine Gewissheiten gibt. Wer dem Nonsens-Humor von Dupieux' bisherigem Œuvre nichts abgewinnen konnte, wird vermutlich auch diesmal recht ratlos zurückbleiben; allen anderen werden erneut schräge Einfälle und spleenige Figuren geboten.

Vieles bleibt hier beim Vertrauten im Dupieux-Kosmos: Filmische Regeln werden gebrochen, indem etwa überraschend in Rückblenden eingegriffen wird; der vermeintlich simple Plot eines Polizeiverhörs wird im Laufe des Geschehens auf eine Meta-Ebene gehoben – und nahezu jedes Bild wimmelt von kleinen Details, die dem Ganzen kafkaeske Züge verleihen. Neu ist hingegen die kammerspielhafte Inszenierung, die sich auf wenige Schauplätze beschränkt. Die Passagen im Büro des Kommissars Buron haben die Anmutung eines Theaterstücks und amüsieren durch die betont altmodische Ausstattung samt Schreibmaschinen und Uralt-Telefonen.

Im Zentrum steht der Schlagabtausch zwischen dem Protagonisten Louis Fugain, der einen Leichenfund gemeldet hat, und dem schrulligen Polizisten, der den Mann mit Gaga-Fragen konfrontiert. Grégoire Ludig und Benoît Poelvoorde ("Mann beißt Hund", "Das brandneue Testament") verkörpern dieses Duo mit spürbarer Spielfreude und fügen sich damit perfekt in diese versponnene Welt ein.

Fazit: Ein lustvoll durchgeknallter Film mit herrlicher Situationskomik und zwei wunderbaren Hauptdarstellern.




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Land: Frankreich
Jahr: 2018
Genre: Komödie
Länge: 73 Minuten
Kinostart: Unbekannt
Regie: Quentin Dupieux
Darsteller: Benoît Poelvoorde als Le commissaire Buron, Grégoire Ludig als Louis Fugain, Marc Fraize als Philippe
Verleih: Little Dream Entertainment GmbH

Zusatzinformation

Ab 25.2.21 bei Kino on Demand+ später in ausgewählten Kinos

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