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Holy Spirit (2019)

Jesus Christ Superstar: deutsche Satire über eine Werbe- und Medienikone, die unter Mordverdacht gerät.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 47 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Werbefachmann Harry Sandmann (Michael Foerster) ist immer auf der Suche nach neuen Ideen und Gesichtern. Als er bei einem Möbelkauf in Niederbayern dem Kunstschreiner Gustl Wanninger (Tom Schuster) über den Weg läuft, hat er eine Erleuchtung. Mit seinen langen Haaren und dem Vollbart scheint Gustl wie geboren für Sandmanns neue Kampagne. In der Rolle des Erlösers wirbt Gustl für einen bayerischen Whisky namens "Holy Spirit", was ihn zum gefragten Medienstar macht. Auf dem Karrierehöhepunkt wendet sich das Blatt. Harrys Lebensgefährtin Babsi Boxleitner (Stefanie Mendoni) wird bestialisch erstochen. Ein Serienmöder geht um und hält Kommissar Stöger (Matthias Kostya) und seine Kollegen in Trab. Ist Gustl der Täter?

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Das Filmgeschäft ist eine kostspielige Branche. Unabhängig von Fördertöpfen einen Film zu drehen und in die Kinos zu bringen, ist daher aller Ehren wert. "Holy Spirit" bringt obendrein reichlich Vorschusslorbeer mit. Der Film ist mithilfe eines gemeinnützigen Vereins, der sich die Kunst- und Kulturförderung in München zum Ziel gesetzt hat, und durch Crowdfunding, Spenden und private Mittel entstanden und hat bisher 61 Preise bei Filmfestivals eingesammelt. Wirklich rund läuft diese Gesellschaftssatire allerdings nicht.

Das geringe Budget von 280.000 Euro ist "Holy Spirit" anzusehen. Die Sets sind leicht als Privatwohnungen oder öffentliche Gebäude auszumachen. Nicht jedes Set überzeugt. Das Polizeiverhör in einem Heizungskeller spielen zu lassen, in dem zudem beständig das Licht flackert, ist eine von vielen unglücklichen künstlerischen Entscheidungen. Tolle Drehorte, wie beispielsweise eine schön ausgeleuchtete Kirche, stehen ziemlich einfallslos in Szene gesetzten entgegen.

Während das Ensemble seine Sache durchweg gut macht, ist auch das Drehbuch von solchen Diskrepanzen geprägt. Die Handlung weiß nie so recht, wohin sie will. "Holy Spirit" ist mal Werbesatire, mal Glaubenskomödie, ein bisschen Krimiparodie und nichts davon richtig. Statt an einer schlüssigen Geschichte ist der durchaus wendungsreiche Film mehr an einzelnen Pointen und visuellen Höhepunkten interessiert. Das ist meist ganz amüsant, wirklich bissig ist es nie.

Immer wieder schiebt Regisseur Mike Baran, der selbst einen kleinen, für den Ausgang der Handlung bedeutenden Part vor der Kamera übernommen hat, versiert choreografierte und montierte Sequenzen ein, die an Musikvideos erinnern. Das sieht zwar schön aus, dadurch zerfasert "Holy Spirit" aber mehr und mehr zur Nummernrevue, je länger der Film dauert.

Fazit: "Holy Spirit" ist eine Low-Budget-Produktion, die sich durchaus sehen lassen, ihr geringes Budget aber auch nicht verbergen kann. Solide gespielt und inszeniert, weiß die Handlung nie so recht, wohin sie möchte. Eine Satire, die zwar voller guter Einfälle steckt, der es aber letztlich an Biss fehlt.




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Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Satire
Länge: 97 Minuten
Kinostart: 19.12.2019
Regie: Mike Baran
Darsteller: Tom Schuster als Gustl Wanninger / Jesus, Michael Foerster als Harry Sandmann, Stefanie Mendoni als Babsi Boxleitner
Verleih: Filmperlen, Don’t Tell Mama e.V.

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