Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Zum Video: Der Atem

Der Atem (2019)

Filmisches Essay - dritter Teil der "BerlinGesänge"-Trilogie, die Uli M Schueppel im Zeitraum von 20 Jahren, zwischen 1998 und 2019, über die Themen "Raum, Zeit und Körper" innerhalb Berlins erzählt.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ein Filmessay über den Atem als das existentiell Verbindende, den Rhythmus des Lebens. Eine strenge Komposition: Eine Stadt. Eine Nacht. Bewegung. Atem. Film als Körper. Ein Wanderer zwischen den Welten.
Ein Film wie ein Traum.
Noch im Sonnenuntergang das schwere, röchelnde, fast mechanische Atmen eines Atemgeräts. Es legt sich über die Stadt, während allmählich die Dunkelheit Berlin ergreift. Hinter jedem erleuchteten Fenster eine Geschichte. In jeder Bewegung. Der Fahrer der S-Bahn erreicht den Alexanderplatz. Wir hören vom Moment an dem er als Junge von seinem Vater erfuhr, dass sich seine Eltern trennen. Sein Moment, wo ihm der Atem stockte.

Der Film von Uli M Schueppel begibt sich mit den ZuschauerInnen auf eine poetisch-abstrakte Reise von Atem zu Atem. Menschen im nächtlichen Berlin werden in verschiedensten, beruflichen, oder privaten Situationen "aufgegriffen" und in ihrer jeweiligen Realität kurz begleitet, bzw. dokumentiert. Kleine Szenen, Strophen entstehen. Das Atmen wird zum Rhythmus des jeweiligen "Gesangs". Kontinuierlich geht der Atem ineinander über. Wenn der/die Eine zum Schluss seines/ihres "Gesangs" ausatmet, nimmt der/die Nächste den Atem wieder auf (ein).
Darüber (im Off/"Gesänge") hören wir die Gedanken/Beschreibungen der Porträtierten. Es werden dabei von der jew. Person existentielle Erlebnisse beschrieben, in denen sie sich an einen Moment in ihrem Leben erinnern, der "Alles" verändert hat (oder hätte können), in denen der Atem aussetzte. In dem nichts mehr ging. Ein Stillstand. Ein Aussetzen der Bewegung, jeglicher Zeit, der eigenen Existenz. Vor Angst, vor Schmerz, vor Kummer, Panik, Glück, oder auch nur einer Ahnung von all dem.


Die einzelnen Begegnungen werden wie "Strophen/Gesänge" behandelt, sowohl visuell (Bildgestaltung: Cornelius Plache), als auch in ihrer Komposition (Musik: Christina Vantzou), die sie so aus dem realen Kontext des rein dokumentarischen Geschehens herausheben und ihm entfremden (wie schon in den zwei vorherigen Teilen der "BerlinGesänge"-Trilogie). Der filmisch abstrakt umgesetzten Realität (Aussen/Bewegung) wird ein Erzählen des Innen (der Nähe/ Stille) entgegengesetzt, um sich dem entgegenzustemmen, und so das Erlebnis einer inneren, emotionalen Landschaft, nah am Ursprung des Atemstillstands (und seiner Leere/Bedrohung) hervorzurufen.

Ein dialektischer "Atem/Körperraum" innerhalb der Stadt entsteht, in dem wir uns als Zuschauer/hörerInnen hin und her bewegen.
Wir enden über die Bilder des Tagesanbruchs mit dem ersten Atemzügen eines Neugeborenen, Halb Atmen, halb Schrei, halb Glucksen.
In Berlin schalten sie wieder die Lichter aus. Ein neuer Tag beginnt

Bildergalerie zum Film

Der AtemDer AtemDer AtemDer AtemDer AtemDer Atem


Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Dokumentation
Kinostart: 30.01.2020
Regie: Uli M. Schüppel
Darsteller: Ilker Abay, Sophia Chapman, Olga Dyer
Verleih: Schueppel Films

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.