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Somewhere else together
Somewhere else together
© Open Explorers

Kritik: Somewhere else together (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Wann genau hat man ein erfülltes Leben? Was ist wirklich wichtig in unserer medial reizüberfluteten Zeit, in der alles jederzeit verfügbar scheint? Wie und wo wollen wir eigentlich leben? Diese und andere zentralen Fragestellungen waren ein wichtiger Grund, wieso sich Daniel und Josephine auf diesen abenteuerlichen Trip begaben. Es ist eine Reise, an der der Zuschauer von Beginn an hautnah teilnimmt – und ganz unmittelbar zu einer Art Reisebegleiter vor der Kinoleinwand wird.

Denn die Kamera filmt über die Schultern der Protagonisten, folgt ihnen auf Schritt und Tritt ist damit stets hautnah mit dabei, wenn Daniel und Josephine all jene berauschenden, ebenso gefahrvollen wie exotischen Gebiete und Regionen durchqueren, die viele von uns nur vom Hörensagen oder aus einem reich bebilderten Reiseführer kennen. "Somewhere else together" gibt einem die Möglichkeit, dies direkt mitzuerleben. Und zu sehen gibt es einiges: Von der unwirtlichen Siedlung Deadhorse in Alaska über das größte Land Zentralamerikas, Nicaragua, einige der schönsten Landstriche und Orte Südamerikas (u.a. in Kolumbien, Argentinien, Chile, Bolivien) bis nach Feuerland.

Zu den prägendsten (und eindrucksvollsten) Momenten im Film gehören die Szenen in der größten Salzpfanne der Erde, in der bolivianischen Salar de Uyuni, wenn Daniel und Josephine auf ihren Zweirädern die atemberaubende Weite der Salzwüste erkunden. Ein nachdrücklicher Augenblick nie erlebter Freiheit. Ein weiterer einschneidender Moment: Als die Weltreisenden in Ushuaia, dem südlichste Stadt am Ende der Welt, ankommen. Sie haben das Ziel ihrer Reise erreicht – zufriedenstellende und abschließende Antworten auf all ihre existenziellen Fragen haben sie allerdings noch nicht gefunden. Also muss die Reise weitergehen. Diese Offenheit und Ehrlichkeit, sich selbst und dem Betrachter gegenüber, ist es auch, die einen großen Reiz dieser sympathischen, bildgewaltigen Doku ausmacht.

Und dazu gehört ebenso, all jene brenzligen Situationen und Gefahren aufzuzeigen, die einem auf solch einer epischen Tour um die Welt begegnen: von der unerträglichen Hitze des Dschungels über bewaffnete Auseinandersetzungen mit Schmugglern sowie unerwarteten Motorschäden an ihren fahrbaren Untersätzen bis hin zu den wilden Tieren der afrikanischen Steppe.

Fazit: Lebensnahe und vielschichtige Reise-Doku, die einige der entlegensten und exotischsten Orte unserer Planeten in beeindruckenden Bildern auf die Leinwand bringt und den wesentlichen Fragen des Lebens nachspürt.




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