oder

Blue Story - Gangs of London (2020)

Blue Story

Gang-Drama: Aus zwei engen Freunden, die in unterschiedlichen Vierteln von South London leben, werden Feinde.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Timmy (Stephen Odubola) und Marco (Micheal Ward) sind seit vielen Jahren miteinander befreundet. Sie gehen zusammen zur Highschool in Peckham, stammen aber aus verschiedenen Bezirken von South London. Während Marcos älterer Bruder Switcher (Eric Kofi-Abrefa), der Anführer einer Gang ist, die Freundschaft zwischen Timmy und Marco äußerst kritisch sieht, haben die beiden Spaß mit ihrer Clique und machen typische Erfahrungen des Erwachsenwerdens. So verliebt sich der schüchterne Timmy in seine Mitschülerin Leah (Karla-Simone Spence).

Ein Konflikt zwischen Marco und Leuten aus Timmys Viertel führt jedoch dazu, dass die beiden in die sogenannten Postleitzahlen-Kriege hineingezogen werden – die Kämpfe zwischen Jugendlichen aus rivalisierenden Stadtteilen. Plötzlich wird aus der engen Freundschaft zwischen Timmy und Marco eine Feindschaft mit tödlichen Konsequenzen.

Bildergalerie zum Film

Blue StoryBlue StoryBlue Story


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Das Coming-of-Age-Krimidrama "Blue Story" entstand auf Basis der gleichnamigen YouTube-Serie aus dem Jahre 2014 von Drehbuchautor und Regisseur Andrew Onwubolu alias Rapman. In der Serie und nun auf großer Leinwand verarbeitet der Brite seine persönlichen Jugenderlebnisse in South London. Zu den originellen Einfällen von "Blue Story" zählt, dass Rapman dabei selbst in Erscheinung tritt, um die Handlung gewissermaßen als moderner griechischer Chor in Rap-Einlagen einzuordnen und zu bewerten.

Die tragische Geschichte der besten Freunde Timmy und Marco, die im Zuge der sogenannten Postleitzahlen-Kriege zu Gegnern werden, da sie in unterschiedlichen Stadtbezirken wohnen, hat etwas Klassisches, wird von Rapman jedoch mit der nötigen Energie geschildert. Der Film ist feinfühlig, wenn er von der Vertrautheit zwischen den beiden Protagonisten oder von der aufkeimenden Liebe zwischen Timmy und seiner Mitschülerin Leah erzählt; er verfügt aber zugleich über reichlich Wut und Wucht, um die Gewalt und deren Folgen eindrücklich einzufangen. Die Sprechweisen der Figuren muten dabei ebenso authentisch an wie deren Gesten sowie die Schauplätze, an denen sich alles abspielt. Zuweilen touchiert die Inszenierung das Pathetische; insgesamt gelingt Rapman aber eine stimmige Umsetzung.

Zu den Stärken des Films gehört nicht zuletzt das engagierte Ensemble. Der Newcomer Stephen Odubola liefert als Timmy eine facettenreiche Darstellung und meistert die Wandlung von einem zurückhaltenden zu einem extrem zornigen, harten jungen Mann – und auch die übrigen Rollen sind perfekt besetzt.

Fazit: Ein kraftvoller Film über Freundschaft und Straßenkämpfe unter Jugendlichen – glaubhaft in Szene gesetzt und mit viel Verve gespielt.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Blue Story - Gangs of London

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Großbritannien
Jahr: 2020
Genre: Drama, Krimi
Länge: 91 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 25.06.2020
Regie: Rapman
Darsteller: Stephen Odubola, Micheal Ward, Khali Best
Verleih: Paramount Pictures Germany

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.