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Pleasure (2021)

Drama: Eine junge Schwedin will in den USA zum Pornostar werden – und lernt die Schattenseiten des Business kennen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Linnéa (Sofia Kappel) ist 19 Jahre alt und hat gerade ihre schwedische Heimat verlassen. Sie träumt davon, in Los Angeles unter dem Namen Bella Cherry zum großen Star der Pornobranche zu werden. Ihr Agent Mike (Jason Toler) verschafft ihr erste Aufträge. Sie zieht in eine WG mit anderen jungen Frauen, die das gleiche Ziel verfolgen – darunter Joy (Revika Reustle), mit der sie sich anfreundet.

Um aus der Masse herauszustechen und die Gunst des erfolgreichen Agenten Mark Spiegler (verkörpert von Spiegler selbst) zu erringen, lässt sich Linnéa bald auf Hardcore-Drehs ein. Dabei macht sie auch verstörende Erfahrungen, die sie an ihren Plänen zweifeln lassen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Im Jahre 2013 schilderte die schwedische Regisseurin und Drehbuchautorin Ninja Thyberg in ihrem Kurzfilm "Pleasure", wie es hinter den Kulissen eines Porno-Drehs zugeht. Nun legt sie unter gleichem Titel die Langfilm-Version vor. Es ist dem Werk deutlich anzumerken, dass ihm eine intensive Recherchephase vorausging: Die Arbeitsbedingungen der Branche im sonnigen L.A. werden glaubhaft und ungeschönt eingefangen; neben Hauptdarstellerin Sofia Kappel agieren überwiegend Leute, die dem gezeigten Business entstammen – so etwa der Agent Mark Spiegler und der Pornostar Evelyn Claire.

"Pleasure" begleitet die 19-jährige Schwedin Linnéa alias Bella Cherry nach ihrer Ankunft in der kalifornischen Metropole zu ihrem ersten Shooting, ihrer ersten Branchen-Party und ihren ersten Hardcore-Drehs. Der Blick der Filmemacherin auf das Geschehen ist direkt, jedoch nicht voyeuristisch. Die Protagonistin wird weder als reine Sympathieträgerin gezeichnet, noch wird sie für ihre Entscheidungen verurteilt. Dem Werk gelingt eine sehr präzise Auseinandersetzung mit der Differenz zwischen Schein und Sein, mit Machtstrukturen, Ausbeutung und Grenzüberschreitungen. Während Linnéa an einem Drehort ein sicheres Umfeld mit klaren Regeln erlebt, wird sie an einem anderen mit sexualisierter Gewalt konfrontiert.

Neben der Bedeutung sozialer Medien – von Follower-Zahlen und einer Fanbase – befasst sich der Film auch mit der Solidarität unter den Darstellerinnen. Als großer Gewinn erweist sich Sofia Kappel, die alle Höhen und Tiefen der Figur eindrücklich zum Ausdruck bringt.

Fazit: Ein sorgfältig recherchierter Spielfilm, der einen differenzierten Blick auf die US-Pornoindustrie wirft – mit einer überzeugenden Hauptdarstellerin im Zentrum.




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Land: Schweden
Jahr: 2021
Genre: Drama
Länge: 109 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 13.01.2022
Regie: Ninja Thyberg
Darsteller: Sofia Kappel als Bella, Revika Anne Reustle als Joy, Evelyn Claire als Ava
Verleih: Weltkino Filmverleih

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