oder
We almost lost Bochum - Die Geschichte von RAG
We almost lost Bochum - Die Geschichte von RAG
© mindjazz pictures

We almost lost Bochum - Die Geschichte von RAG (2019)

Dokumentarfilm: Der deutschen Hip-Hop-Crew RAG aus Bochum war der große Durchbruch nicht vergönnt – sie hinterließ jedoch deutliche Spuren.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


RAG (Ruhrpott AG) bestand aus vier jungen Männern: Pahel Schulinus Brunis alias Pahel (Ex-Gitarrist von Die Kassierer) und Heinz Michael Galla alias Galla, die zusammen bereits als Filo Joes in Erscheinung getreten waren, sowie Karsten Stieneke alias Aphroe und Gabriel Saygbe alias Mr. Wiz, die gemeinsam schon als Raid aufgetreten waren. Alle Mitglieder stammen aus dem Ruhrgebiet. Im Jahre 1998 veröffentlichte RAG das Debüt-Album "Unter Tage"; drei Jahre später folgte das zweite und letzte Album "P.O.T.T.E.N.T.I.A.L.".

Pahel, Galla, Aphroe und Mr. Wiz gingen im Anschluss getrennte Wege, machten jedoch teilweise weiter Musik. Galla verstarb im August 2011. Nach einer langen Zeit der Bühnenabstinenz kehrte das verbliebene Trio zurück.

Bildergalerie zum Film

We almost lost Bochum - Die Geschichte von RAGWe almost lost Bochum - Die Geschichte von RAGWe almost lost Bochum - Die Geschichte von RAGWe almost lost Bochum - Die Geschichte von RAGWe almost lost Bochum - Die Geschichte von RAGWe almost lost Bochum - Die Geschichte von RAG


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Im Dokumentarfilm "We Almost Lost Bochum – Die Geschichte von RAG" widmet sich das Regie-Duo Julian Brimmers und Benjamin Westermann der bahnbrechenden deutschen Rap-Crew RAG (Ruhrpott AG) aus dem Ruhrgebiet, die zwischen 1998 und 2001 mit "Unter Tage" und "P.O.T.T.E.N.T.I.A.L." zwei prägende Hip-Hop-Alben veröffentlicht hat, sich anschließend jedoch auflöste. Das Werk zeigt, wie RAG etwa die Künstler Jan Delay, Kool Savas und Marteria beeinflusst hat und welche Bedeutung die Gruppe in der Deutschrap-Szene einzunehmen vermochte.

Bemerkenswert ist dabei vor allem, wie reflektiert und selbstkritisch die verbliebenen drei Mitglieder Pahel, Aphroe und Mr. Wiz von der damaligen Zeit erzählen – zum Beispiel von der Schwierigkeit, sich als Künstler bei der Arbeit am zweiten Album plötzlich mit Geschäftsleuten und deren Anliegen arrangieren zu müssen. In seinen Interview-Passagen lässt der Film Ambivalenzen zu, statt auf harmonische Nostalgie zu setzen. Auch die Art und Weise, wie sich das Trio (neben weiteren Personen aus dessen Umfeld) an den 2011 verstorbenen Galla erinnert, bleibt in Erinnerung.

"We Almost Lost Bochum" wirft einerseits einen reizvollen Blick zurück in die Szene der 1990er Jahre, wodurch er ein interessantes Kapitel der deutschen Musikgeschichte und Jugendkultur beleuchtet, und spürt andererseits der heutigen Lebenssituation von Pahel, Aphroe und Mr. Wiz nach. Auch hier geben die drei Männer einen angenehm unverstellten Einblick, was dem Werk etwas äußerst Sympathisches verleiht. Nicht zuletzt begleiten Brimmers und Westermann das Trio beim RAG-Comeback nach 15-jähriger Bühnenabstinenz.

Fazit: Ein spannender, aufrichtiger Blick auf die deutsche Hip-Hop-Szene der Endneunziger und auf die Mitglieder der stilprägenden Crew RAG.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: We almost lost Bochum - Die Geschichte von RAG

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Dokumentation
Länge: 100 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 10.09.2020
Regie: Benjamin Westermann, Julian Brimmers
Verleih: mindjazz pictures

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.