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Malasa a 32 - Haus des Bösen
Malasa a 32 - Haus des Bösen
© Studiocanal

Kritik: Malasaña 32 - Haus des Bösen (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Horror gibt es in diversesten Spielarten, von reizüberflutender Jump Scare-Überladung über subtilen Suspense mit oder ohne Botschaft bis zu klassischen Retro-Hommagen ist alles möglich. "The Conjuring" begründete mit letzterem ein eigenes, äußerst erfolgreiches Franchise, der Fokus auf wenige, meist handgemachte, aber wirkungsvolle Effekte traf offenbar einen Nerv. Mit "Conjuring" wird auch der spanische Horrorstreifen "Malasana 32" verglichen, der am 17.6. (endlich) in den Kinos startet. Wie oben schon klar ersichtlich: Die Ausgangslage wirkt vertraut, "Malasana 32" erfindet das Rad nicht neu - versucht dies aber gar nicht. Der Vergleich mit "Conjuring" ist in dem Fall kein Vorwurf, sondern lediglich der Versuch, den Charakter des Films zu bestimmen. Tatsächlich erweist er sich als wirkungsvoll inszenierte Mischung aus dem US-Retro-Schocker von James Wan und "Psycho", der keine neuen Wege beschreitet, aber dennoch als eigenständiges Werk funktioniert.

Er besinnt sich auf die klassischen Horrormotive und -effekte, ohne wie eine Kopie oder ein schlechter Abklatsch zu wirken. Die deutsche Synchronisierung (aus dem Spanischen) ist ganz ordentlich gelungen, die Verortung im Madrid der 1970-er mischt einige weitere, interessante Aspekte in das Gebräu, das durchaus zu überzeugen weiß. Es sind das gelungene Timing der Dramaturgie und das klimaktische Finale, das "Malasana 32" über den Genre-Durchschnitt erhebt und zu einem guten Film macht, der gegen Ende noch einmal ordentlich an den Nerven zerrt: Wer große Innovation erwartet und auf klugen (sozialkritischen) Neo-Horror a la "Hereditary" oder "Get Out" steht, wird von "Malasana" mitunter enttäuscht sein. Wer aber Lust auf wirkungsvollen, handwerklich überdurchschnittlich gut gemachten Suspense hat, der sich nicht davor scheut, sich an klassischen Vorbildern zu orientieren, wird mit "Malasana 32" seine Freude haben.

Fazit: Im qualitativ oberen Drittel der jüngsten Genre-Veröffentlichung zu verorten: Ein wirkunsvoller Suspense-Schocker, der das Rad nicht neu erfindet, aber im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus zu überzeugen weiß.




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