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The Mortuary - Jeder Tod hat eine Geschichte
The Mortuary - Jeder Tod hat eine Geschichte
© Capelight Pictures

Kritik: The Mortuary - Jeder Tod hat eine Geschichte (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

In seinem als Horror-Anthologie angelegten Langfilm "The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte" verbindet Drehbuchautor und Regisseur Ryan Spindell vier Episoden mit einer Rahmenhandlung um einen finsteren Bestatter und eine Anwärterin auf den Assistenzjob im Leichenschauhaus. Dabei setzt er auf Grusel, tiefschwarzen Humor, Überzeichnung und Plot-Twists – was sowohl an das ebenfalls episodisch geschilderte Werk "Ghost Stories" (2017) von Jeremy Dyson und Andy Nyman als auch an ältere britische Horror-Anthologien wie "Die Todeskarten des Dr. Schreck" (1965) denken lässt.

Spindell hat zuvor bereits diverse Genre-Kurzfilme gedreht; sein 22-Minüter "The Babysitter Murders" aus dem Jahre 2015 dient in "The Mortuary" als vierte Episode. Er beweist in seinen Geschichten und deren Umsetzungen ein Talent für Unterhaltung, welche nicht zuletzt aus der Schaffung einer stimmungsvollen Atmosphäre mit vielen Details entsteht. Während die ersten beiden Episoden vor allem durch ihren stylishen Look und ihre Fiesheit überzeugen und eine klare Lust an Effekten erkennen lassen, ist die dritte Episode deutlich düsterer und dramatischer. Insbesondere die vierte Episode spielt clever mit unseren Erwartungen, indem sie ein klassisches Slasher-Szenario im Stile von "Halloween" (1978) etabliert.

Die Rahmenhandlung mündet überdies in ein wendungsreiches, originelles Finale und lebt von der Energie, die der Schauspiel-Veteran Clancy Brown ("Die Verurteilten", "Starship Troopers") und die Newcomerin Caitlin Fisher in ihre Rollen einbringen.

Fazit: Eine wilde Mischung aus Horror, Fantasy und Comedy in irrwitzig-morbidem Ton und schicken Bildern; zudem spielfreudig präsentiert.




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