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Chaddr - Unter uns der Fluss (2020)

Chaddr: Unter uns der Fluss

Dokumentarfilm: Eine Jugendliche und ihr Vater begeben sich auf den zunehmend gefährlicher werdenden Chaddr-Weg.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Die 18-jährige Tsangyang Tenzin besucht seit 12 Jahren die Lamdon School in der Stadt Leh in der Hochwüste des Himalaya. Ihre Familie lebt im kleinen Ort Zangla, der sich im Grenzgebiet zwischen Pakistan, China und Indien befindet. Wenn sie in den Ferien für einige Zeit nach Hause zurückkehrt, wird Tsangyang seit jeher von ihrem Vater Tundup Tsering bei der mehrtägigen, 100 Kilometer umfassenden Wanderung begleitet, die über den Chaddr-Weg führt.

Einst galt dieser Bergpass mit dem im Winter vollständig zugefrorenen Fluss als sicher. Inzwischen friert der Fluss aufgrund des Klimawandels allerdings nicht mehr richtig zu – wodurch die Wanderung gefährlich werden kann.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der Regisseur und Kameramann Minsu Park wurde 1981 in der südkoreanischen Hafenstadt Busan geboren und studierte an der HFF München. In seinem neuen Dokumentarfilm "Chaddr – Unter uns der Fluss" verbindet er die Geschichte der 18-jährigen Tsangyang Tenzin mit einer Beobachtung der durch den Klimawandel bedingten Veränderungen der Natur im indischen Teil des Himalaya. Er verdeutlicht dadurch, welchen Einfluss Umweltbelastungen auf das Leben der Menschen haben.

Park findet in seinem Werk faszinierende Bilder, um Tsangyangs Alltag im Internat einzufangen. Er zeigt die harte Arbeit und Strenge, lässt uns aber auch daran teilhaben, wie die Jugendliche und ihre Mitschülerinnen Spaß haben und ihre Freizeit genießen. Überdies kommt Tsangyang selbst zu Wort, um davon zu erzählen, wie sich ihr Aufwachsen an der Lamdon School seit ihrem sechsten Lebensjahr gestaltet – wie sie vor allem anfangs ihre Eltern oft vermisste und wie sie sich nun auf die Abschlussprüfung vorbereitet, um es auf ein College zu schaffen und später Software-Ingenieurin werden zu können. Darüber hinaus begleitet der Film Tsangyangs Vater und Mutter mit der Kamera und gibt Einblick in den abgelegenen Ort Zangla. Allen drei Kindern will das Ehepaar eine gute Ausbildung ermöglichen – was mit vielen Entbehrungen verbunden ist.

Zu diesem einnehmenden familiären Porträt kommen sehr beeindruckende Landschaftsaufnahmen – und ein kritischer Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels. Der einst vergleichsweise sichere Chaddr-Weg, den alle zurücklegen müssen, um von Tsangyangs Heimatort in die Stadt Leh zur Schule zu gelangen, ist zur Gefahr geworden, da der Fluss nicht mehr wie früher zufriert.

Fazit: Ein gekonnt umgesetzter Dokumentarfilm, der die persönliche Biografie einer jungen Frau auf gelungene Weise mit der globalen Entwicklung und deren Konsequenzen kombiniert.




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Land: Deutschland
Jahr: 2020
Genre: Dokumentation
Länge: 88 Minuten
Kinostart: 19.08.2021
Regie: Minsu Park
Verleih: Film Kino Text

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