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Homo Communis - Wir für alle (2020)

Dokumentarfilm: An vielen Orten weltweit setzen sich Menschen für einen gesellschaftlichen Wandel ein.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Im Dortmunder Raum hat eine Gruppe von Menschen ein Konzept im Sinne der "Solidarischen Landwirtschaft" (Solawi) entwickelt, das regional, ökologisch und marktunabhängig funktioniert: Private Haushalte tragen dabei die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebs und erhalten im Gegenzug den Ernteertrag. Für Klimagerechtigkeit setzt sich derweil das aktivistische Bündnis "Ende Gelände" ein – etwa im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen, beim Protest gegen den weiteren Abbau und die Verbrennung von Kohle.

In der Großstadt Barquisimeto im Westen Venezuelas hat sich wiederum das Netzwerk Cecosesola gebildet, das insgesamt fünf Wochenmärkte organisiert. Dort werden wöchentlich Hunderte Tonnen Lebensmittel aus angegliederten Landwirtschaftskooperativen verkauft, wodurch ein Viertel der Stadtbevölkerung mit Obst, Gemüse und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt wird.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

In "Homo communis – wir für alle" widmet sich die Regisseurin Carmen Eckhardt diversen Visionen von Solidarität. Der Dokumentarfilm zeigt Lebensmodelle und Aktionen, die der Wille nach Veränderung, hin zu mehr Gerechtigkeit, eint. Gemeinsam mit ihrem Kameramann Gerardo Milsztein ist Eckhardt mittendrin; sie lässt die Beteiligten selbst reden und liefert eine genaue Beobachtung, ohne die Konzepte zu bewerten. Die Einblicke sind abwechslungsreich; dynamische Bilder stehen neben kontemplativen Momenten.

So nimmt "Homo communis – wir für alle" uns etwa mit ins rege Treiben in den Markthallen der Millionenstadt Barquisimeto in Venezuela, wo vor einigen Jahrzehnten der Genossenschaftsverbund Cecosesola entstand. Dieser nahm einst mit einem solidarischen Beerdigungsdienst seinen Anfang und entwickelte sich zu einem beachtlichen autonomen Netzwerk. Das Engagement der Leute vor Ort wird treffend eingefangen. Auch die Aufnahmen aus dem Hambacher Forst während einer Massenblockade im rheinischen Braunkohlerevier sind eindrücklich – wenn die Protestierenden und die anwesende Polizei gezeigt werden.

Im Laufe des Films tauchen ein paar bekannte Gesichter auf, etwa die junge Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg oder die Kapitänin Carola Rackete. Interessant ist auch, wie am Rande die Arbeit mit der Presse, zum Beispiel bei Interviews, erfasst wird. Letztlich lebt "Homo communis – wir für alle" aber vor allem von Eindrücken wie dem generationenübergreifenden Miteinander auf dem Lernbauernhof bei Dortmund oder dem Kulturzentrum "Utopiastadt" in Wuppertal.

Fazit: Ein vielseitiger dokumentarischer Blick auf solidarische Konzepte und Ideen sowie auf die Menschen, die sich aktiv für ihre Vorstellungen einer gerechteren Welt einsetzen.




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Land: Deutschland
Jahr: 2020
Genre: Dokumentation
Länge: 97 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 08.07.2021
Regie: Carmen Eckhardt
Verleih: mindjazz pictures

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