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The Red House (2021)

Dokumentarfilm: Ein Mann aus Südtirol hat in einer Siedlung in Ostgrönland ein kleines Hotel gegründet.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Als der ehemalige Extremsportler Robert Peroni als erste Person den Eispanzer Grönlands an seiner breitesten Stelle zu Fuß überquerte, war der Südtiroler so begeistert von dem Land und den Menschen, dass er den Entschluss fasste, in die Gegend zu ziehen. In der Siedlung Tasiilaq im östlichen Teil Grönlands, wo etwa 2000 Personen leben, gründete Peroni das "Red House". Dies soll zum einen dem Tourismus dienen und zum anderen eine Auffangstation für Menschen in Schwierigkeiten sein.

Als letztes Jägervolk Europas befinden sich die Leute in Grönland in einer Existenzkrise, seit Felle und Fleisch der Wildtiere nicht mehr gehandelt werden dürfen. Die Sozialhilfe aus Dänemark wurde nur widerwillig angenommen, da sie mit einer völligen Veränderung des Lebensstils einherging. Unter Jugendlichen herrscht bis heute eine hohe Selbstmordrate.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der Dokumentarfilm "The Red House" von Francesco Catarinolo wirft einen intensiven Blick auf das Jägervolk der Ivi in Grönland und zeigt, wie der aus Südtirol stammende Robert Peroni den Leuten dabei zu helfen versucht, eine neue Perspektive zu finden. Der einstige Extremsportler hat in der Siedlung Tasiilaq mit dem titelgebenden Roten Haus einen Ort geschaffen, der durch sanften Tourismus eine finanzielle Hilfe für die Menschen sein soll und eine Begegnung mit der Kultur des Hohen Nordens ermöglicht. Darüber hinaus bietet das Haus eine Zuflucht insbesondere für junge Erwachsene, die in Not sind.

Wenn Catarinolo und seine Kamerafrau Bernadette Weber den Alltag dieser Jugendlichen einfangen, hat "The Red House" seine stärksten und eindrücklichsten Momente. So wird etwa die Situation der 25-jährigen Transfrau Illanguaq beleuchtet. "Es ist schwer, hier zu leben und anders zu sein", heißt es an einer Stelle. Dem Film gelingt es in solchen Passagen, einerseits die sehr spezifischen Lebensumstände der Menschen vor Ort zu schildern und andererseits von universellen Themen wie Ausgrenzung und Einsamkeit zu erzählen. Auch nimmt uns das dokumentarische Werk mit in eine Therapiegruppe, in der die adoleszenten Mitglieder über ihre Gefühlslage sprechen. Unter ihnen ist die 17-jährige Laila, die als Kind missbraucht wurde.

Neben Peronis Geschichte – wie er vor 30 Jahren in Grönland empfangen wurde und sich entschloss, das Rote Haus zu gründen – wird uns vermittelt, wie die Jäger mit den Veränderungen in ihrem Land umgehen und wie die Vergangenheit Grönlands langsam aufgearbeitet wird. Darüber hinaus erfasst die Kamera die Schönheit der Natur. "Die Menschen sollen wissen, wie ich hier gelebt habe", sagt eine der jugendlichen Personen in einer Szene. Hierzu trägt "The Red House" entschieden bei.

Fazit: Ein interessanter Einblick in das Leben und die Entwicklungen im heutigen Grönland, der vor allem die Situation junger Menschen auf gelungene Weise näherbringt.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland, Italien
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 81 Minuten
Kinostart: 18.02.2021
Verleih: Real Fiction

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Der Film wird mit Beteiligung der Kinos ab dem 18. Februar 2021 online auf Vimeo ausgewertet. Die Kinos präsentieren den Film über ihre Webseiten und Social Media-Kanäle und werden direkt an den [...mehr] Streaming-Einnahmen beteiligt, ähnlich einer regulären Kinoauswertung.

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