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No Sudden Move (2021)

Krimi: Drei Männer werden angeheuert, um eine Geiselnahme samt Erpressung durchzuführen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Detroit im Jahre 1954: Die Gangster Curt (Don Cheadle), Ronald (Benicio Del Toro) und Charley (Kieran Culkin) erhalten von dem Mittelsmann Jones (Brendan Fraser) den Auftrag, die Familie des Autoverkäufers Matt (David Harbour) als Geiseln zu nehmen. Während Curt und Ronald maskiert und bewaffnet Matts Ehefrau Mary (Amy Seimetz) und deren Kinder bewachen, soll Charley Matt dazu bringen, ein Dokument aus dem Safe von dessen Firma zu entwenden. Doch der Safe ist leer – weshalb die Dinge rasch außer Kontrolle geraten.

Bald ist nicht nur ein Detective (Jon Hamm) in die Vorfälle verwickelt, sondern auch ein Syndikatsboss (Bill Duke) sowie der Gangster Frank (Ray Liotta) und dessen Gattin Vanessa (Julia Fox). Alle versuchen, mit Gewinn aus dem undurchsichtigen Intrigennetz hervorzugehen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit "No Sudden Move" hat sich der Regisseur Steven Soderbergh abermals dem Crime-Genre zugewandt. Sein neuestes Ganovenstück ist im Tonfall deutlich weniger unbeschwert als die hochglänzende "Ocean's"-Reihe (2001-2007) oder die Heist-Komödie "Logan Lucky" (2017), dennoch blitzt immer wieder eine gehörige Portion an schwarzem Humor auf. Auch andere Stärken, die man von Soderbergh kennt, kommen hier zum Tragen. Die Kameraführung, für die er (ebenso wie für die Montage) unter Pseudonym erneut selbst verantwortlich zeichnet, überzeugt mit originellen Einstellungen; die Ausstattung lässt viel Liebe zum Detail erkennen. Das Fifties-Setting erinnert an diverse Noir-Klassiker, auch dank des atmosphärischen Scores von David Holmes, mit dem Soderbergh schon häufig zusammengearbeitet hat.

Das Drehbuch von Ed Solomon erzählt eine Geschichte, die zunehmend an Komplexität gewinnt. Was als vermeintlich überschaubare Gangster-Story beginnt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen und wendungsreichen Plot, in dem auch gesellschaftskritische Züge ihren Platz finden. Bei allen Verstrickungen und Twists bleibt der Film stets unterhaltsam und lebt nicht zuletzt von der Spielfreude seines namhaften Ensembles.

Don Cheadle und Benicio Del Toro bilden ein spannendes und zweilen amüsantes Gegensatz-Duo, das von schillernden Figuren flankiert wird. Neben Ray Liotta und Brendan Fraser, die ihre Bad-Guy-Rollen mit angenehmer Spleenigkeit verkörpern, ist insbesondere Amy Seimetz ("Upstream Color") hervorzuheben, die ihrem Part als von Gangstern bedrohte Ehefrau und Mutter Energie verleiht und Klischees geschickt vermeidet.

Fazit: Ein äußerst stimmungsvoller Gangsterfilm in schicker Optik mit etlichen Wendungen und gut aufgelegten Stars. Soderbergh ist noch immer in Form!




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Land: USA
Jahr: 2021
Genre: Drama, Krimi
Länge: 116 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 24.06.2021
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: Amy Seimetz als Mary Wertz, Brendan Fraser als Jones, Noah Jupe
Verleih: Warner Bros.

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