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Wem gehört mein Dorf? (2021)

Dokumentarfilm: Im Ostseebad Göhren auf Rügen spitzt sich ein lokalpolitischer Konflikt zu.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Der Gemeinderat im Ostseebad Göhren auf Rügen wird seit vielen Jahren von einer kleinen Gruppe von Männern, den sogenannten "Vier von der Stange", dominiert. Das Quartett unterstützt dabei stets die Vorhaben des aus Nordrhein-Westfalen stammenden Investors Wilfried Horst, der seit Anfang der 1990er Jahre viele Immobilien und Grundstücke in Göhren gekauft hat und vor allem Hotels und Ferienwohnungen bauen ließ.

Als ein bisher unberührter Außenbereich ebenfalls bebaut werden soll, gründet der einheimische Naturschützer Bernd Elgeti mit seiner erwachsenen Tochter Nadine Förster die Bürgerinitiative "Lebenswertes Göhren". Nadine wird zudem zur treibenden Kraft der Gruppe "Bürger für Göhren".

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

In seinem Dokumentarfilm "Wem gehört mein Dorf?" befasst sich der Autor und Regisseur Christoph Eder mit den Veränderungen in seiner Heimat – dem Ostseebad Göhren auf Rügen. Er kombiniert Home-Videos aus seiner Kindheit und Jugend mit aktuellen Aufnahmen, um vom lokalpolitisch bedingten Wandel in der Gegend zu erzählen. So gelingt Eder zum einen ein sehr persönliches Ortsporträt und zum anderen eine spannungsreiche Einsicht in die Politik eines beliebten deutschen Ferienziels.

Da Eder selbst ein Einheimischer und somit für die gefilmten Leute kein Fremder ist, kommt er mit seinem Kameramann Domenik Schuster dem Geschehen sehr nah. Er ist bei hitzigen Diskussionen in der Gemeinderatsitzung ebenso dabei wie bei Gesprächen in der Kneipe und bei Vorbereitungstreffen der Gruppe "Bürger für Göhren". Hinzu kommen Interviews mit engagierten Personen, etwa mit dem Naturschützer Bernd Elgeti und dessen Tochter Nadine Förster, aber auch mit der Gegenseite, die die Vorhaben des Investors Wilfried Horst befürwortet. Obendrein fängt die Kamera die landschaftlichen Besonderheiten Göhrens ein, zeigt die Schönheit der Seebrücke und des Badestrands und filmt etwa die Blaskapelle in der Natur, die sich mit ihrem Spiel für die Erhaltung des Außenbereiches einsetzt.

Reizvoll ist der Blick in die Vergangenheit, wenn Eder beispielsweise schildert, wie er als Teenager das Verschwinden eines Waldes erlebt hat: Die Bäume am Nordhang wurden im Auftrag von Wilfried Horst gerodet, wodurch dessen Hotel einen perfekten Meerblick erhielt. Auch die Bilder von Kids auf Skateboards, die sich ihren Platz erkämpfen, hinterlässt Eindruck.

Fazit: Ein erhellender Dokumentarfilm, der nah an seinem Sujet ist und einen interessanten Blick auf ostdeutsche Lokalpolitik wirft.




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FBW: besonders wertvollIn seinem Dokumentarfilm kehrt der Regisseur Christoph Eder in sein Heimatdorf zurück, das Ostseebad Göhren auf Rügen, wo die Einwohner*innen über die Zukunft des beliebten Urlaubsortes streiten. Hier wird der Gemeinderat seit Jahren von einer [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 96 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 12.08.2021
Regie: Christoph Eder
Verleih: JIP Film und Verleih

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