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Ballade von der weißen Kuh (2021)

Ghasideyeh gave sefid / Ballad of a white cow

Drama: Ein Jahr nachdem ihr Gatte hingerichtet wurde, erfährt eine Frau, dass es sich um einen Justizirrtum handelte.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Babak, der Mann von Mina (Maryam Moghaddam), wird zum Tode verurteilt. Ihrer kleinen Tochter Bita (Avin Purraoufi) erzählt die Witwe lediglich, der Vater sei nun weit weg. Ein Jahr nach der Hinrichtung teilt die Behörde Mina mit, dass der Fall neu untersucht wurde und herauskam, dass Minas Mann nicht der gesuchte Mörder war. Mina erhält eine Entschädigung – doch sie will die Verantwortlichen zur Rede stellen. Als ein Mann namens Reza (Alireza Sanifar) an ihrer Tür erscheint und erklärt, er habe ihrem Gatten noch Geld geschuldet, ahnt Mina zunächst nicht, in welcher Verbindung Reza zu ihrem Mann stand.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Im Drama "Ballade von der weißen Kuh" schildert das Regie-Duo Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam die Geschichte einer Witwe, deren Mann als Unschuldiger hingerichtet wurde. Während die Justiz ihren Fehler mit der Auszahlung einer Entschädigung behoben sieht, da alles "Gottes Wille war", fordert die Protagonistin Mina eine Entschuldigung ein. Der Film, der Teil des Wettbewerbs der Berlinale 2021 war und seither auf diversen Festivals lief, überzeugt sowohl als Porträt einer trauernden Frau, die gegen Widerstände kämpft, als auch als klare Kritik am iranischen Justizapparat.

Die iranisch-französische Co-Produktion besticht durch eine genaue Beobachtung des Alltags von Mina und ihrer gehörlosen kleinen Tochter Bita – bei der Arbeit in der Fabrik, in der U-Bahn oder am Esstisch in der Wohnung. Die Co-Regisseurin Moghaddam verkörpert die Hauptrolle und deren Kampf gegen das System sehr glaubhaft. Die Kamera von Amin Jafari findet die perfekte Balance aus Zurückhaltung und präzisem Blick, um Minas Situation einzufangen – etwa wenn diese sich vergeblich um eine neue Wohnung bemüht.

In der Auslotung des Gewissenskonflikts des Richters Reza, der sich Mina annähert, ohne ihr zu erzählen, dass er das Todesurteil ihres Mannes unterschrieben hat, driftet "Ballade von der weißen Kuh" nicht ins Melodramatische ab, sondern bleibt bis zum finalen Akt ein konsequenter Film mit Haltung.

Fazit: Ein erschütterndes Gesellschaftsdrama, das seine Systemkritik deutlich formuliert und über eine äußerst starke Hauptdarstellerin verfügt.




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Land: Frankreich, Iran
Jahr: 2021
Genre: Drama
Länge: 105 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 03.02.2022
Regie: Maryam Moqadam, Behtash Sanaeeha
Darsteller: Maryam Moqadam als Mina, Alireza Sani Far als Reza, Pouria Rahimi Sam
Verleih: Weltkino Filmverleih

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