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The Longest Wave
The Longest Wave
© Red Bull Media House

Kritik: The Longest Wave (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In "The Longest Wave" widmet sich der Regisseur Joe Berlinger dem mehrmaligen Windsurfweltmeister Robby Naish (Jahrgang 1963). Der Film zeigt, wie Naish heute auf der hawaiianischen Insel Maui auf einem luxuriösen Anwesen lebt und wie er nach wie vor eine sehr große Leidenschaft für das Surfen empfindet, die ihn auch an andere Orte in der Welt führt. Neben Naish selbst kommen etwa dessen Mutter und älterer Bruder sowie einflussreiche Surfer wie Laird Hamilton und Kai Lenny zu Wort.

Naish kann als Pionier des Windsurfens bezeichnet werden. In einem Interview-Statement erklärt er, dass er nach seinem ersten Erfolg auf diesem Gebiet keinem Pfad folgen konnte, sondern seinen ganz eigenen Weg finden musste. Spannungsreich ist der Blick zurück – wie Naish als 13-Jähriger ohne elterliche Begleitung auf die Bahamas reisen durfte, um dort an der Windsurfweltmeisterschaft teilnehmen zu können. Durch Archivaufnahmen und Fotografien werden diese Erfahrungen zum Leben erweckt. Gelungen ist zudem, dass Naish in diesem dokumentarischen Porträt nicht zum Helden stilisiert wird. So geht es etwa auch um seine erste Scheidung – und wie seine erste Tochter ihn als Vater erlebt hat.

Darüber hinaus ist "The Longest Wave" auch ein Film über die Faszination des Wellenreitens. Die Erfindung des Windsurfens durch Hoyle Schweitzer wird thematisiert; diverse technische Aspekte des Sports werden erläutert. Point-of-View-Shots fangen das Gefühl ein, im Wasser auf einem Surfbrett zu stehen. Berlinger bietet damit sowohl einen guten Einstieg in die Materie als auch tolle Bilder für Fans.

Fazit: Ein reizvolles Porträt des Windsurf-Pioniers Robby Naish mit spektakulären Aufnahmen.




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