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Da scheiden sich die Geister
Da scheiden sich die Geister
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Kritik: Da scheiden sich die Geister (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "Da scheiden sich die Geister" hat der bisher vor allem fürs Fernsehen und fürs Theater tätige Regisseur Edward Hall die beliebte Salonkomödie "Blithe Spirit" aus dem Jahre 1941 für die Leinwand adaptiert. Der Bühnenerfolg des Briten Noël Coward (1899-1973) wurde unter anderem bereits 1945 von David Lean verfilmt.

Zu den Neuerungen, die das Skript von Nick Moorcroft, Meg Leonard und Piers Ashworth vornimmt, zählt die Verortung des Geschehens in der Filmbranche. So führt uns Hall in die Pinewood-Studios nahe London, wo Ikonen wie Alfred Hitchcock und Greta Garbo anzutreffen sind. Der Mix aus Comedy und Fantasy trägt satirische und schwarzhumorige Züge, will jedoch in erster Linie leichte Unterhaltung bieten. Neben dem für Coward typischen Dialogwitz wartet "Da scheiden sich die Geister" mit Slapstick-Einlagen sowie einer nostalgischen Ausstattung auf.

Zu den größten Stärken des Films gehört die funkelnde Besetzung. Dan Stevens ("Downton Abbey") beweist als schlaksig-dekadenter Autor in der Krise ein Talent für körperliche Komik – und auch Leslie Mann ("Immer Ärger mit 40") und Isla Fisher ("Die Unfassbaren – Now You See Me") zeigen Spielfreude. Die Edelmimin Judi Dench legt ihren exzentrischen Part überraschend still an und macht aus der übersinnlich begabten Madame Cecily Arcati eine sehr liebenswürdige Figur.

Fazit: Eine charmante Noël-Coward-Verfilmung mit gut aufgelegten Stars in Retro-Kulissen.




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