oder
trans - I got life
trans - I got life
© mindjazz pictures

Kritik: trans - I got life (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

In ihrem Dokumentarfilm "trans – I got life" porträtieren die Regisseurinnen Imogen Kimmel und Doris Metz sieben trans Menschen und geben auf feinfühlige Art und Weise einen Einblick in deren Geschichten und in deren Umfeld. Jede*r von ihnen hat ganz eigene Erfahrungen gesammelt, weshalb auch jede*r von ihnen ganz eigene Worte findet, um sich selbst zu definieren.

Wir begleiten die Protagonist*innen unter anderem in ihre Häuser und Wohnungen, sehen sie in der Innenstadt beim Flanieren, in einem Rennwagen oder auf einer Eishockeybahn. Wir lernen Familienmitglieder, Partner*innen, Freund*innen und Haustiere kennen. Ebenfalls vorgestellt werden Dr. Jürgen Schaff, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, und Dr. Marci Bowers, US-Gynäkologin und -Chirurgin, die beide schon zahlreichen Menschen eine geschlechtsangleichende Operation ermöglicht haben.

Der Film lässt die vielen Hürden und Kämpfe erkennen, mit denen trans Menschen auch heute noch konfrontiert werden, und ist zugleich erfreulich empowernd. Es wird deutlich, dass Kimmel und Metz das Vertrauen ihrer Protagonist*innen gewinnen konnten. So findet ein offener Austausch über Erlebnisse aus der Vergangenheit und über aktuelle Gefühle statt, wobei auch klare Grenzen gesetzt werden. Am Ende lädt uns "trans – I got life" zum Song "Feeling Good" zum Tanzen ein – ein überaus schöner und stimmiger Abschluss.

Fazit: Ein sehr empathischer Dokumentarfilm über die unterschiedlichen Lebensentwürfe von trans Menschen mit tollen und offenen Protagonist*innen.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.