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Rot (2022)

Turning Red

Animationsfilm: Eine Schülerin erwacht eines Morgens als großer Roter Panda.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Die 13-jährige Mei Lee lebt Anfang der 2000er Jahre mit ihren Eltern in Chinatown, Toronto. Sie ist eine ehrgeizige Schülerin. Mit ihren drei besten Freundinnen Miriam, Abby und Priya will sie unbedingt das Konzert der angesagten Boyband 4*Town besuchen. Doch dann kommt es plötzlich zu einer extremen körperlichen Veränderung: Mei verwandelt sich über Nacht in einen riesigen Roten Panda!

Ihre Mutter erklärt ihr, dass ihre Vorfahren eine mystische Verbindung zu Roten Pandas haben, die stets die weibliche Seite der Familie betrifft. Bald versteht Mei, dass sie sich immer dann verwandelt, wenn sie besonders starke Emotionen spürt. Vor ihrem Umfeld kann sie dies nicht allzu lange verbergen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit dem Animations-Abenteuer "Rot" legt die kanadisch-chinesische Regisseurin Domee Shi ihr Langfilm-Debüt vor. Es handelt sich dabei um den 25. Spielfilm aus dem Hause Pixar; Shi war unter anderem schon an den Werken "Alles steht Kopf" (2015) und "Toy Story 4" (2019) künstlerisch beteiligt. In ihrem Kurzfilm "Bao" aus dem Jahre 2018 befasste sie sich bereits mit Mutter-Kind-Beziehungen – und auch in "Rot" kommt dem Verhältnis zwischen der 13-jährigen Protagonistin und deren Mutter Ming eine wichtige Rolle zu. Wie sehr sollte eine Mutter ihre Tochter vor dem Chaos der Pubertät beschützen? Und wie viel Freiraum zur Entfaltung brauchen Jugendliche?

Dass sich Mei eines Morgens in ein großes, haariges Monster – genauer gesagt: in einen überdimensionalen Roten Panda – verwandelt, ist natürlich eine Metapher für das Erwachsenwerden und all das Tohuwabohu, das damit einhergeht. Während dies bei weiblichen Figuren oft mit Horror-Motiven verbunden ist, etwa in "Carrie" (1976) oder, deutlich sensibler und nuancierter, in "Thelma" (2017), wird es hier überwiegend komödiantisch, mit gelungenem Slapstick und witzigen Sprüchen, präsentiert. Das Drehbuch, das Shi zusammen mit Julia Cho verfasst hat, entwirft sympathische Figuren und erzählt einfühlsam von familiärer und freundschaftlicher Liebe. Im Finale setzt "Rot" etwas zu sehr auf Action; insgesamt entsteht aber eine stimmige Geschichte über die Akzeptanz des eigenen Körpers und der eigenen Gefühle.

Eine zusätzliche Stärke ist die präzise zeitliche Verortung des Plots in Chinatown, Toronto Anfang der 2000er Jahre. Die Regisseurin lässt viele autobiografische Elemente einfließen und trifft damit sehr genau den Teen-Kosmos der damaligen Zeit, von Tamagotchis bis hin zum Boyband-Hype.

Fazit: Das neue Pixar-Werk ist ein erfrischender Mix aus Coming-of-Age- und Fantasy-Story mit einer tollen Heldin und spürbarer Liebe zum Detail.




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Land: USA, Kanada
Jahr: 2022
Genre: Animation
Kinostart: Kein deutscher Kinostart
Streamingstart: 11.03.2022
Regie: Domee Shi
Darsteller: Sandra Oh als Ming, Rosalie Chiang als Mei Lee
Verleih: Disney

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