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Berts Katastrophen (2021)

Berts dagbok

Schwedische Komödie über einen Jungen in der Pubertät.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Für Bert (Hugo Krajcik) beginnt ein neuer Lebensabschnitt, denn er kommt auf die höhere Schule, in die 7. Klasse. Da ist er zwar mit seinen vertrauten Freunden Åke (Frank Dorsin) und Lill-Erik (Arvid Bergelv) zusammen, aber gleich am ersten Schultag spielen seine pubertären Hormone verrückt. Denn er fällt in der Kantine der Neuntklässlerin Leila (Yussra El Abdouni) vor die Füße. Das It-Girl der Schule, in das alle Jungs verknallt sind, reicht ihm die Hand, um ihm aufzuhelfen. Nun ist es um Bert geschehen und seine Tagebucheinträge drehen sich fortan nur noch um Leila und die Liebe. Weil seine neue Klassenkameradin Amira (Julia Pirzadeh) Leilas jüngere Schwester ist, lädt er sich zu ihr nach Hause ein. Als Vorwand dient ihm eine Projektarbeit.

In Amiras Wohnung sucht Bert nur nach einer Gelegenheit, in Leilas Zimmer zu gelangen. Dort entdeckt er ihr Tagebuch. Peinlicherweise kommt Leila gerade heim, als er sich dort aufhält. Bei einem zweiten Besuch fotografiert er das Tagebuch schnell ab. Weil Leila sich wünscht, zur ausverkauften Kinopremiere des Superheldenfilms "Lynx" zu gehen, lässt sich Bert von Åke am Computer zwei Eintrittskarten fälschen. Er belügt Amira, die den Erfolg der Projektarbeit mit ihm feiern wollte. Leila nimmt die Einladung ins Kino gerne an, aber Berts Kuss-Fantasien erfüllen sich nicht. Und es kommt noch schlimmer, viel schlimmer!

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Berti's TagebuchBerts KatastrophenBerts KatastrophenBerts KatastrophenBerts Katastrophen


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der pubertierende Schüler Bert ist sozusagen der schwedische Seelenverwandte des amerikanischen Teenagers Greg, bekannt aus der Buchreihe "Gregs Tagebuch" und ihren Verfilmungen. Auch Bert schreibt Tagebuch und auch er bringt sich durch Hormonstau, eine blühende Fantasie und das Bedürfnis, cool zu wirken, in die peinlichsten Schwierigkeiten. Die Jugendbuchreihe "Berts Katastrophen" von Sören Olsson und Anders Jacobsson diente der gleichnamigen Komödie von Regisseur Michael Lindgren als Vorlage. 2021 folgte auch eine schwedische Fernsehserie über Berts Abenteuer.

Anders als Greg hat Bert in diesem lustigen Kinofilm vor allem die Liebe im Kopf und muss sich als Einzelkind auch nicht mit nervigen Geschwistern herumschlagen. Aber auch er empfindet seine Eltern als peinlich, vor allem seinen bemühten Vater (David Wiberg), der unbedingt mit dem Sohn Zeit verbringen und über die Liebe sprechen will. Eigentlich ist Bert ein sanfter, lieber Junge, der andere Leute nicht hintergeht und keine fremden Tagebücher liest. Aber wie heißt es im Trailer zum neuen Superheldenfilm, von dem alle in Berts Schule schwärmen? "Man kann kein Omelette backen, ohne Eier zu zerschlagen!" Der gutmütigen Amira bleibt nicht verborgen, dass Bert sich auffällig für ihre große Schwester interessiert, aber dass ihr Schulfreund sie so dreist anlügt, um seine Pläne zu verfolgen, hätte sie ihm nicht zugetraut.

Sowohl Hugo Krajcik, als auch Julia Pirzadeh geben ihr Filmdebüt in den Rollen von Bert und Amira. Sie tragen mit ihrem fröhlichen Charme viel zum Gelingen der Komödie bei. Auch die Rollen von Berts ungleichen Freunden Åke und Lill-Erik sind gut gespielt. Obwohl der Film trotz der vielen Fettnäpfchen, in die Bert tritt, einen versöhnlichen Kurs fährt, wird hier keine kitschig heile Welt gezeichnet. Bert wird von einem Mitschüler gepiesackt. Und auch die mal realistisch gezeichneten, mal satirisch überhöhten Rollen seiner Eltern bleiben insgesamt glaubwürdig.

Das Herzstück des vergnüglichen Films sind die deftigen Pannen, in die sich Bert manövriert. Er folgt eben oft hochfliegenden Fantasien, die sich zwischen das reale Geschehen drängen. Zeitlupenaufnahmen und eine passende Begleitmusik erleichtern dem Publikum zusätzlich die Einfühlung in Berts Welt. Das Ergebnis ist eine hübsche Komödie, die es selbst vermeidet, auf übertriebene Weise cool sein zu wollen.

Fazit: Die Abenteuer des Teenagers Bert, der als Held einer Jugendbuchreihe in Schweden bekannt wurde, ergeben unter der Regie von Michael Lindgren eine vergnügliche Kinokomödie. Anders als der von seinen Liebesfantasien beflügelte Titelcharakter widersteht sie der Versuchung, größer, besser, cooler sein zu wollen. Die Geschichte bezieht ihren Charme aus der Unschuld des im Grunde so wohlgeratenen wie unscheinbaren Jungen, dem auf einmal die peinlichsten Sachen passieren. Zwischen all dem pubertärem Aufruhr fährt der Film einen harmonischen Kurs, der sich aber mit ironischen Tönen dem Eindruck einer allzu heilen Welt verweigert.




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Land: Schweden
Jahr: 2021
Genre: Komödie, Kinderfilm
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 02.09.2021
Regie: Michael Lindgren
Darsteller: Hugo Krajcik als Bert, Julia Pirzadeh als Amira, Frank Dorsin als Åke
Verleih: Der Filmverleih GmbH

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