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Bori (2018)

Südkoreanischer Familienfilm: Eine Elfjährige hat gehörlose Eltern und einen gehörlosen Bruder – und fühlt sich deshalb als Außenseiterin in ihrer Familie.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Bori (Ahsong Kim) geht in die vierte Klasse und führt mit ihren Eltern (Jinseock Kwak und Jina Hur) sowie ihrem jüngeren Bruder (Lynha Lee) ein harmonisches Leben. Sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter und ihr kleiner Bruder sind gehörlos; die gesamte Familie kommuniziert in Gebärdensprache. Im Alltag ist es oft die Aufgabe von Bori, bei Gesprächen mit anderen Leuten zu dolmetschen.

Da sie das Gefühl hat, als einzige Hörende in ihrer Familie eine Außenstehende zu sein, wünscht sich Bori, ebenfalls gehörlos zu sein. Ein Fernsehbericht über eine ältere Tiefseetaucherin, deren Gehör durch die vielen Tauchgänge stark beschädigt ist, bringt Bori auf eine leichtsinnige Idee.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit "Bori" legt die 1988 geborene Regisseurin Jinyu Kim ihr Spielfilmdebüt vor. Im Zentrum ihres Werks steht die elfjährige Titelheldin, die als Einzige in ihrer vierköpfigen Familie nicht gehörlos ist – und sich deshalb zuweilen fremd vorkommt. Die Frage "Warum kam ich als eine, die anders ist als meine Familie, auf die Welt?", die in Coming-of-Age-Geschichten häufiger verhandelt wird, erfährt in dieser Konstellation eine neue Variation, die auf kluge Weise von Inklusion sowie vom Zusammenhalt innerhalb der Familie erzählt.

Zu den Stärken des Films zählt die Unaufgeregtheit, mit der das Leben von Bori, ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder eingefangen wird. Wir sind dabei, wie die Familie morgens erwacht, wie sie am Frühstückstisch sitzt, wie sie auf ein Fest geht und wie sie den Großvater besucht. In sämtlichen Szenen wird die enge Beziehung zwischen den Familienmitgliedern deutlich. Ohne belehrend anzumuten, gelingt es "Bori", vieles über die Erfahrungen von Gehörlosen zu vermitteln. So erklärt Boris Vater seiner Tochter etwa, dass er als Kind oft verspottet wurde und dass sich somit einiges im Umgang mit Gehörlosen verbessert hat. Zugleich lässt der Film erkennen, dass es noch immer zu Diskriminierungen kommt – auch wenn diese teilweise weniger offensichtlich geschehen.

Darüber hinaus hat das Werk zahlreiche schöne, warmherzige Momente zu bieten – wenn etwa der Schulalltag von Bori gezeigt wird oder wenn Bori, nachdem sie ihre Familie auf einem großen Straßenfest verloren hat, in einer Polizeistation landet und sich dort mit einer jungen Polizistin anfreundet, die Sojanudeln bestellt, um das verängstigte Mädchen zu trösten. Die Hauptdarstellerin Ahsong Kim liefert eine durchweg tolle Leistung.

Fazit: Ein zarter, liebevoller und gut gespielter Film, der sich seinem Thema mit Feingefühl widmet.




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Land: Südkorea
Jahr: 2018
Genre: Drama
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 16.09.2021
Regie: Kim Jin-yu
Darsteller: Kim Ah Song als Bo Ri, Lee Rin Ha als Jung Woo [Bo Ri's Bruder], Jin-seok Kwak als Vater
Verleih: barnsteiner-film, Landfilm

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