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Mein Name ist Klitoris (2021)

Dokumentarisches Gespräch zwischen den Regiseurinnen Daphné Leblond und Lisa Billuart-Monet mit zwölf jungen Frauen über die weibliche Sexualität.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Die Klitoris, das unbekannte Wesen: Man(n) weiß, sie ist bei Frauen ,,irgendwo da unten", aber wie es da genau aussieht und was es mit der kleinen Perle am oberen Ende der zusammenlaufenden Schamlippen auf sich hat, wissen mitunter nicht einmal die Frauen selbst. Es tun sich oft Wissenslücken bei der eigenen Körperlichkeit auf – aus Scham, aus Unsicherheit oder Unwissenheit. Der Dokumentarfilm "Mein Name ist Klitoris" befasst sich mit Fragen rund um das Lustzentrum des weiblichen Körpers, spürt Vorurteilen nach und offenbart eklatante Wissenslücken, die auch auf den unzureichenden Sexualkundeunterricht zurückzuführen sind.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Ein Film wie ein Mädchenabend: Die Filmemacherinnen Daphné Leblond und Lisa Billuart Monet interviewen zwölf junge Frauen über ihre Sexualität, ihre sexuellen Erfahrungen und Entwicklungen. "Mein Name ist Klitoris" wurde auf einer Vielzahl nationaler und internationaler Festivals gezeigt, darunter den Französischen Filmtagen, der DOK Leipzig sowie dem französischen Festival International Jean Rouch.

Die thematische Vielfalt dieser sehr intimen aber nie zu aufdringlichen Doku ist beachtlich. Im Zentrum stehen dabei immer die weibliche Lust, Sexualität und die weiblichen Genitalien. Die befragten Frauen äußern sich beachtlich freimütig und offen, auch wenn eine Interviewte unverhohlen zugibt, wie groß ihre Bedenken und Zweifel waren als sie sich entschloss, an dem Filmprojekt mitzuwirken – und sich über all jene, sehr privaten Dinge und pikanten Details zu äußern.

"Mein Name ist Klitoris" ist ein Film von angenehmer Ungezwungenheit und Selbstverständlichkeit, der die angesprochenen Themen aus der Tabuzone holen möchte. Diese reichen von Erlebnisberichten über das erste Mal, homosexuellen Erfahrungen, dem anatomischen Aufbau der Klitoris über Selbstbefriedigung und dem Verhältnis zu Sex sowie Sexualität bis hin zur Frage, in welchem Alter sich die Befragten erstmals bewusst mit diesen Aspekten beschäftigten. Und ihre eigenen Genitalien bewusst wahrgenommen haben.

"Mein Name ist Klitoris" veranschaulicht zudem die scheinbaren Versäumnisse an den Schulen. Aufgrund eklatanter Wissenslücken vieler junger Frauen sowie von einigen der interviewten Protagonistinnen muss die Frage erlaubt sein, wieso das Thema der "weiblichen Lust" scheinbar bildungspolitisch so rigoros umgangen und als Tabu angesehen wird.

Fazit: Informativer, aufklärerischer Film über ein stark tabuisiertes Thema, der vielen jungen Frauen und weiblichen Teenagern Mut machen und für mehr Selbstvertrauen sorgen wird.




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Land: Frankreich
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 80 Minuten
Kinostart: 16.09.2021
Verleih: Der Filmverleih GmbH

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