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Dogs don't wear Pants (2019)

Koirat eivät käytä housuja

Finnisches Erotikdrama: Ein Mann, der seine Frau durch einen Badeunfall verloren hat, findet Trost in den Diensten einer Domina.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Der Chirurg Juha (Pekka Strang) verbringt mit seiner Ehefrau Vaimo (Ester Geislerová) und seiner vierjährigen Tochter Elli (Ellen Karppo) erholsame Tage an einem idyllischen See. Doch dann ertrinkt Vaimo bei einem Unfall. Auch Jahre später kann sich Juha immer noch nicht verzeihen, dass er seine Frau nicht retten konnte. Als sich Elli (nun verkörpert von Ilona Huhta), die inzwischen im Teenager-Alter ist, ein Zungenpiercing wünscht, begleitet Juha sie und trifft im nahe gelegenen SM-Studio zufällig auf die Domina Mona (Krista Kosonen).

Als diese ihn zu würgen beginnt, spürt Juha zum ersten Mal seit Vaimos Tod wieder eine Verbindung zu seiner verstorbenen Frau. Fortan will Juha Mona immer häufiger sehen – und überschreitet dabei rasch Grenzen.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Mit "Dogs Don't Wear Pants" liefert der 1977 in der finnischen Stadt Porvoo geborene Regisseur J-P Valkeapää einen wilden Mix aus Trauerdrama und Erotikfilm. Das Werk zeigt einen Mann, der den Tod seiner Ehefrau nicht verarbeiten kann und deshalb mit dem Gefühl einer innerlichen Leere durch sein Leben geht. Weder seine jugendliche Tochter noch sein Job im Krankenhaus vermögen ihn aus seiner Lethargie zu reißen – bis er einer Domina begegnet und im Schmerz die Chance erkennt, wieder zu sich selbst zu finden.

In seiner visuellen Umsetzung lässt "Dogs Don't Wear Pants" insbesondere durch seine bewusst artifizielle Ausleuchtung zum einen an den morbiden Horrorklassiker "Hellraiser – Das Tor zur Hölle" (1987) von Clive Barker und zum anderen an einige Filme des Dänen Nicolas Winding Refn (etwa "Only God Forgives" oder "The Neon Demon") denken. Auf dramaturgischer Ebene gibt es Parallelen zu Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris" (1972). Eine rundum treffende Darstellung der BDSM-Szene bietet Valkeapää hier nicht; doch der Film nimmt seine Figuren und deren Schmerz ernst und erzeugt somit eine glaubhafte Atmosphäre. Der gelegentlich aufblitzende schwarze Humor fügt sich dabei stimmig ein.

Beeindruckend ist der Parforceritt, den der furchtlose Hauptdarsteller Pekka Strang ("Tom of Finland") hinlegt, um die Qualen des verwitweten Juha zu vermitteln. Auch Krista Kosonen ("Tove") wartet als rätselhafte Mona mit einer ausdrucksstarken Leistung auf.

Fazit: Ein wuchtiger Film, der seelische Abgründe in dunkelbunten Neonfarben ausleuchtet und von einem überzeugenden Schauspiel-Duo getragen wird.




Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Finnland, Lettland
Jahr: 2019
Genre: Drama, Horror
Länge: 106 Minuten
Kinostart: 23.09.2021
Regie: J.-P. Valkeapää
Darsteller: Pekka Strang als Juha, Ester Geislerova als Vaimo, Ellen Karppo
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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