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The Sparks Brothers (2021)

"Shaun of the Dead"-Regisseur Edgar Wright porträtiert in seiner epischen Musik-Doku den Werdegang der ebenso einflussreichen wie unbekannten Band Sparks.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
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Die Brüder Ron und Russell Mael wuchsen im L.A. der 1960er Jahre auf und waren seit frühester Jugend begeistert von Musik. Bei einer Talentshow in ihrer Schule wurden sie entdeckt und begannen im Anschluss eine Karriere, in der sie als experimentelle Rock- und Popband gefeiert wurden – aber ebenso unterschätzt. Im Laufe ihrer bis heute währenden Karriere beschritten sie immer wieder neue Wege und ließen Elemente der Avantgarde, Mainstream-Popmusik, des Synthie-Pop und der klassischen Musik in ihre Kunst einfließen. Dennoch ist die Band den meisten Menschen kein Begriff. Edgar Wright, zugleich erfolgreicher Spielfilm-Regisseur und Verehrer der Sparks, setzt den außergewöhnlichen Brüdern mit seiner Doku ein filmisches Denkmal.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Wright wurde in dem Jahr geboren (1974), in dem den Sparks mit "This town ain’t big enough for the both of us" ihr größter Hit gelang. Bekanntheit erlangte der britische Regisseur und Drehbuchautor, der mit "The Sparks Brothers" seine erste Doku vorlegt, mit der Horror-Parodie "Shaun of the Dead". Vor allem mit Schauspieler Simon Pegg realisierte er eine Vielzahl an Filmen, darunter "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" und "The world’s end".

Sage und schreibe 140 Minuten nimmt sich Wright für seine biographische Dokumentation Zeit, für die der erklärte Sparks-Bewunderer eine bunte Mischung an interessanten Interviewpartnern und Sparks-Weggefährten vor der Kamera versammelt. Darunter Musiker, die mit den Sparks gemeinsam im Studio arbeiteten, wie etwa Alex Kapranos (Franz Ferdinand) oder auch Künstler, die das Mysterium Sparks erklären und für die das Duo als wichtige Inspirationsquelle diente.

Dazu zählen Mitglieder der Go-Go’s, von Duran Duran und den Red Hot Chilli Peppers ebenso wie Todd Rundgren und Jack Antonoff. Und natürlich kommen auch die kauzigen, verschrobenen Brüder selber zu Wort, die vor der Kamera ihren augenzwinkernden, pfiffigen Humor beweisen – und sich selbst nicht zu ernst nehmen.

Mit Hilfe rarer Originalaufnahmen, Konzert-Mitschnitte aus allen Karrierephasen und Auszüge aus Musikvideoclips, zeichnet Wright akkurat und umfassend die Karriere dieses ungewöhnlichen, aber so einflussreichen Duos nach. Von den Anfängen als schrille Glam-Rocker über die Experimente mit Elektro-Pop in den 80ern und das große Comeback in den mittleren 90er-Jahren ("When do I get to sing ‚My way‘") bis hin zu jüngeren Projekten und Ausflügen in die klassische Musik. Besonders gelungen: Die kreativen, liebevollen Animationen und Trickeffekte, die das Gesagte und Gezeigte nochmals nachhaltig visualisieren und eine schöne, passende Ergänzung zu den Archivaufnahmen darstellen.

Kritik: Ungemein detailreich, mit viel Akkuratesse und Liebe zum Sujet verwirklichte Musik-Doku über das eigenwillige, vielfach unterschätzte Pop-/Rock-Duo Sparks.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollSie sind eine der einflussreichsten Popbands des 20. Jahrhunderts? doch nur wenige kennen sie. Eine bessere Ausgangssituation für einen Dokumentarfilm ergibt sich selten, und Edgar Wright nutzt diese Chance virtuos, indem er die Sparks als ein [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2021
Genre: Dokumentation
Länge: 140 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 07.10.2021
Regie: Edgar Wright
Darsteller: Ron Mael, Russell Mael, Beck
Verleih: Universal Pictures International

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