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The Sparks Brothers
The Sparks Brothers
© Universal Pictures International

Kritik: The Sparks Brothers (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Wright wurde in dem Jahr geboren (1974), in dem den Sparks mit "This town ain’t big enough for the both of us" ihr größter Hit gelang. Bekanntheit erlangte der britische Regisseur und Drehbuchautor, der mit "The Sparks Brothers" seine erste Doku vorlegt, mit der Horror-Parodie "Shaun of the Dead". Vor allem mit Schauspieler Simon Pegg realisierte er eine Vielzahl an Filmen, darunter "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" und "The world’s end".

Sage und schreibe 140 Minuten nimmt sich Wright für seine biographische Dokumentation Zeit, für die der erklärte Sparks-Bewunderer eine bunte Mischung an interessanten Interviewpartnern und Sparks-Weggefährten vor der Kamera versammelt. Darunter Musiker, die mit den Sparks gemeinsam im Studio arbeiteten, wie etwa Alex Kapranos (Franz Ferdinand) oder auch Künstler, die das Mysterium Sparks erklären und für die das Duo als wichtige Inspirationsquelle diente.

Dazu zählen Mitglieder der Go-Go’s, von Duran Duran und den Red Hot Chilli Peppers ebenso wie Todd Rundgren und Jack Antonoff. Und natürlich kommen auch die kauzigen, verschrobenen Brüder selber zu Wort, die vor der Kamera ihren augenzwinkernden, pfiffigen Humor beweisen – und sich selbst nicht zu ernst nehmen.

Mit Hilfe rarer Originalaufnahmen, Konzert-Mitschnitte aus allen Karrierephasen und Auszüge aus Musikvideoclips, zeichnet Wright akkurat und umfassend die Karriere dieses ungewöhnlichen, aber so einflussreichen Duos nach. Von den Anfängen als schrille Glam-Rocker über die Experimente mit Elektro-Pop in den 80ern und das große Comeback in den mittleren 90er-Jahren ("When do I get to sing ‚My way‘") bis hin zu jüngeren Projekten und Ausflügen in die klassische Musik. Besonders gelungen: Die kreativen, liebevollen Animationen und Trickeffekte, die das Gesagte und Gezeigte nochmals nachhaltig visualisieren und eine schöne, passende Ergänzung zu den Archivaufnahmen darstellen.

Kritik: Ungemein detailreich, mit viel Akkuratesse und Liebe zum Sujet verwirklichte Musik-Doku über das eigenwillige, vielfach unterschätzte Pop-/Rock-Duo Sparks.




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