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In den Uffizien (2020)

Inside the Uffizi

Ein Blick über den Tellerrand der zeigt, wie eines der bekanntesten und größten Museen der Welt funktioniert. Dokumentarfilm übe die "Uffizien" in Florenz.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die "Uffizien" in Florenz beherbergen eine der renommiertesten Kunstsammlungen der Welt von der Antike bis zum Spätbarock. Zwei Millionen Menschen besuchen die Räumlichkeiten jedes Jahr, um Kunst aus der Nähe, live und unmittelbar zu erleben. Wie in jedem anderen Museum von Weltrang müssen auch die Uffizien den Spagat zwischen Tradition und Neuzeit/Gegenwart schaffen – und mit neuen, abwechslungsreichen Ausstellungen auch für (jüngere) Besucher im 21. Jahrhundert interessant bleiben. Die Doku "In den Uffizien" widmet sich den bekannten Meisterwerken, wagt aber genauso einen Blick hinter die Kulissen – in die Lagerhallen, Maschinenräume und Arbeitsstätten der Restauratoren und Techniker.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Dokus über Personen, Ereignisse oder Gebäude von Weltrang laufen oft Gefahr, dass die Filmemacher dahinter in Ehrfurcht vor ihrem Sujet erstarren und vergessen, bei aller Ehrerbietung, dem Zuschauer sachliche Informationen und neutrale Schilderungen zu gewähren. Die beiden Regisseure von "In den Uffizien", Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch, umschiffen gekonnt diese Gefahr. In dem sie vor allem auf die gängigen, abgefilmten Experten-Statements und Interviews verzichten, sondern stattdessen reale, alltägliche Begebenheiten mit der Kamera einfangen, erzeugen sie Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Zum Beispiel wenn eine Kunstpädagogin eine Schulklasse durch die Ausstellung führt, ein Wärter in den Morgenstunden die Türen aufschließt, beim Betrachten historischer Fotografien durch einen Historiker oder wenn die Leiter eine Ausstellung mit Gegenwartskunst planen (mit Werken von Antony Gormley). Diese Vermeidung gestellter Situationen und geplanter, künstlicher Gesprächsmomente ist genau der richtige Ansatz, um einen plausiblen, wahrhaftigen Eindruck vom (Arbeits-)Alltag in einem der großen Museen der Welt zu präsentieren.

Dazu erfährt man viel über die Geschichte des altehrwürdigen Hauses, über die Medici (die gesammelten Kunstschätze der Familiendynastie bildeten die Grundlage der Kunstsammlung), die Architektur der Uffizien sowie über einen ganz besonders interessanten Mann: den in Freiburg geborenen Kunsthistoriker Eike Schmidt, seit 2015 Direktor der Uffizien, dem die schwierige Aufgabe zufällt, das traditionsreiche, geschichtsträchtige Museum in unsere moderne, digitalisierte Welt zu führen.

Ihm bei seiner Arbeit sowie den Gesprächen mit Künstlern und Mitarbeitern über die Schulter zu schauen, stellt einen der Höhepunkte des mit sinnlichen Bildern und Detailaufnahmen von einigen der bekanntesten Werke ausgestatteten Films, dar.

Fazit: Kenntnis- und detailreiche, lehrreiche Doku über die Uffizien mit bislang wenig bekannten Infos und spannenden Einblicken hinter die Kulissen.




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Jahr: 2020
Genre: Dokumentation
Kinostart: 25.11.2021
Regie: Corinna Belz, Enrique Sánchez Lansch
Verleih: Piffl Medien

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